Türkei qualifiziert sich für WM - Lewandowski und Foda verpassen Turnier
Türkei bei WM dabei - Lewandowski und Foda draußen

Türkei feiert historische WM-Qualifikation nach 24 Jahren

In einer dramatischen Playoff-Nacht der Fußball-WM-Qualifikation hat die Türkei einen historischen Erfolg gefeiert. Das Team qualifizierte sich erstmals seit 2002 wieder für eine Weltmeisterschaft und besiegelte damit gleichzeitig das Aus für den deutschen Trainer Franco Foda und seinen Außenseiter Kosovo. Mit einem knappen 1:0-Sieg durch Kerem Aktürkoglu in der 53. Minute setzten sich die Türken in einer hitzigen und emotionalen Partie durch.

Doppelte Enttäuschung für europäische Stars

Während die Türken jubeln, müssen zwei europäische Größen die WM in Amerika abschreiben. Franco Fodas Kosovo-Team, das fünf Tage zuvor noch mit einem spektakulären 4:3-Sieg in der Slowakei aufhorchen ließ, vergab in der entscheidenden Partie zahlreiche Chancen und verpasste damit die sensationelle erste WM-Teilnahme nur knapp. Noch schwerer wiegt das Aus für Robert Lewandowski: Der 37-jährige polnische Superstar verlor mit seiner Mannschaft 2:3 gegen Schweden und hat damit wahrscheinlich seine letzte Chance auf eine WM-Teilnahme verspielt.

Die Schweden setzten sich in einer spektakulären Partie dank Toren von Anthony Elanga, Gustaf Lagerbielke und dem entscheidenden Treffer durch Viktor Gyökeres in der 88. Minute durch. Gyökeres, der bereits im Halbfinale drei Tore erzielt hatte, wurde erneut zum Matchwinner. Für Polen reichten die Treffer von Nicola Zalewski und Karol Swiderski nicht aus. Lewandowski, der in Stockholm sogar mit einer Gesichtsmaske spielte, bleibt damit die WM-Teilnahme verwehrt.

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WM 2026 mit Rekordbeteiligung

Das XXL-Turnier, das vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, wird mit 48 Nationen einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen. Nach den europäischen Playoffs stehen nun 44 Teilnehmer fest, zwei weitere Plätze werden in den interkontinentalen Playoffs in Mexiko vergeben. Jamaika trifft dabei auf die Demokratische Republik Kongo, während der Irak gegen Bolivien antritt.

Für die Türkei bedeutet die Qualifikation nach 1954 und 2002 die dritte WM-Teilnahme überhaupt. In Gruppe D erwarten sie neben Gastgeber USA auch Australien und Paraguay. Die Schweden treffen in Gruppe F auf die Niederlande, Japan und Tunesien. Bemerkenswert ist, dass sich bereits vor vier Jahren Schweden und Polen in den Playoffs gegenüberstanden – damals setzte sich Lewandowskis Team durch.

Deutsche Mannschaft mit positiver Bilanz

Während einige europäische Teams um die letzten WM-Tickets kämpften, kann die deutsche Nationalmannschaft bereits mit zwei Testspiel-Siegen in das WM-Jahr starten. Nach einem spektakulären 4:3 in der Schweiz folgte ein 2:1-Heimsieg gegen Ghana. Bundestrainer Julian Nagelsmanns Team trifft in der Vorrundenstaffel E auf Ecuador, die Elfenbeinküste und WM-Debütant Curaçao.

Neben Deutschland und Europameister Spanien hatten sich auch Belgien, England, Frankreich, Portugal, Kroatien, Norwegen, Schottland, Österreich, die Niederlande und die Schweiz bereits auf direktem Weg qualifiziert. Die Playoff-Nacht hat damit die europäischen WM-Teilnehmer komplettiert und für einige Überraschungen gesorgt, während andere etablierte Stars früher als erwartet die Koffer packen müssen.

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