Türkei feiert historische WM-Qualifikation nach 24 Jahren
Die türkische Fußballnationalmannschaft hat am 31. März 2026 einen historischen Erfolg gefeiert: Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Kosovo in Pristina sicherte sich das Team erstmals seit dem Turnier 2002 in Südkorea und Japan wieder die Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft. Für die Türkei bedeutet dies die dritte WM-Teilnahme überhaupt und das Ende einer 24-jährigen Durststrecke.
Kosovo verpasst sensationelle Premiere
Das kleine Kosovo mit seinen knapp 1,8 Millionen Einwohnern stand kurz vor einer historischen Sensation. Ein Sieg hätte dem Land die erste WM-Teilnahme seiner Geschichte beschert. Unter dem deutschen Trainer Franco Foda (59) spielte die kosovarische Mannschaft mit beeindruckendem Herz und Leidenschaft, doch das entscheidende Tor wollte nicht fallen.
Bereits vor dem Finalspiel um den WM-Fahrschein hatte die Türkei alle vorherigen Begegnungen gegen Kosovo klar für sich entschieden. Auch in Pristina zeigte sich die türkische Mannschaft um Superstars wie Arda Güler (21/Real Madrid), Kapitän Hakan Çalhanoğlu (32/Inter Mailand) und Kenan Yıldız (20/Juventus Turin) von Beginn an überlegen.
Spannungsgeladene Partie mit Höhepunkten
Die Türkei startete besser in die Begegnung: Yıldız lenkte einen Schuss bereits in der 10. Minute über die Latte, nur vier Minuten später traf Orkun Kökçü den Ball nicht voll. Doch auch Kosovo zeigte sich gefährlich: Türkei-Keeper Uğurcan Çakır lenkte in der 29. Minute mit einer spektakulären Parade einen Hammer-Schuss von Hoffenheims Stürmer Fisnik Asllani an die Latte.
Kurz vor der Pause eskalierte die Situation: Türkischer Stürmer Kerem Aktürkoğlu (27) trat versehentlich einem Gegenspieler gegen den Kopf und sagte ihm anschließend etwas nach. Die Folge war eine Rudelbildung und eine gelbe Karte vom englischen Schiedsrichter Michael Oliver für Aktürkoğlu in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.
Aktürkoğlu wird zum Matchwinner
Ironie des Schicksals: Ausgerechnet der mit Gelb bestrafte Aktürkoğlu wurde in der 53. Minute zum Matchwinner. Nach einem Pass von Kökçü drückte er den Ball mit rechts über die Linie zum 1:0. Die Kosovaren protestierten heftig wegen einer möglichen Abseitsstellung, doch Schiedsrichter Oliver ließ den Treffer zählen.
Obwohl Kosovo in vorherigen Spielen - wie beim 4:3-Spektakelsieg gegen die Slowakei - bereits zweimal nach Rückstand zurückgekommen war, gelang dies gegen die clever agierenden Türken nicht mehr. Torwart Çakir und die türkische Abwehr hielten in den letzten Minuten alles fest, was die kosovarische Mannschaft aufbot.
Historischer Moment für türkischen Fußball
Der Sieg markiert einen Meilenstein für den türkischen Fußball. Nach der Teilnahme 1954 in der Schweiz und 2002 in Südkorea und Japan steht nun die dritte WM-Teilnahme an. Für die Spieler um die jungen Talente Güler und Yıldız sowie erfahrene Stars wie Çalhanoğlu erfüllt sich damit ein lang gehegter Traum.
Für Kosovo bleibt die Enttäuschung über die verpasste Chance auf die erste WM-Teilnahme, doch die Leistung gegen die favorisierte Türkei zeigt das enorme Potenzial des jungen Fußballlandes. Unter Trainer Foda hat sich das Team zu einer ernstzunehmenden Mannschaft entwickelt, die in Zukunft sicherlich noch von sich reden machen wird.



