FIFA-Chef Infantino: Trump sichert Iran WM-Teilnahme trotz Krieg zu
Die USA und der Iran befinden sich derzeit in einem militärischen Konflikt. Dennoch hat US-Präsident Donald Trump nun zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten teilnehmen darf. Diese Zusage erfolgte während eines Treffens mit FIFA-Präsident Gianni Infantino in Miami.
Politische Zusage für sportliche Teilnahme
„Während unserer Gespräche bekräftigte Präsident Trump ausdrücklich, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen“, erklärte Infantino nach dem Treffen. Der FIFA-Präsident betonte weiter: „Wir alle brauchen ein Ereignis wie die FIFA-Weltmeisterschaft, um die Menschen mehr denn je zusammenzubringen.“
Die Männer-Endrunde der WM 2026 wird gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet und beginnt am 11. Juni. Der Iran hatte sich bereits im März 2025 als eine der ersten Mannschaften für das Turnier qualifiziert. Alle drei Gruppenspiele der iranischen Nationalmannschaft sind für Austragungsorte in den Vereinigten Staaten geplant.
Kriegskontext und politische Spannungen
Die Zusage von Präsident Trump erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden militärischen Konflikts. Seit Ende Februar führen die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Israel Angriffe gegen den Iran durch. Das Land antwortet seinerseits mit Gegenschlägen in der Region. Trotz dieser angespannten politischen und militärischen Lage soll die sportliche Teilnahme ermöglicht werden.
Zweifel beim iranischen Fußball-Verband
Auf iranischer Seite gibt es jedoch erhebliche Bedenken. Mehdi Tadsch, der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI), hatte zuvor mehrfach angedeutet, dass der Iran möglicherweise von sich aus auf eine WM-Teilnahme verzichten könnte.
„Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien?“, fragte Tadsch gegenüber der Nachrichtenagentur Isna. Er bezog sich dabei auf den Auftritt des iranischen Frauen-Teams in Australien, der für großes Aufsehen gesorgt hatte. Mehrere Spielerinnen hatten damals das Angebot der australischen Regierung auf humanitäre Visa angenommen.
Die enge Beziehung zwischen Trump und Infantino, die auf Archivbildern dokumentiert ist, scheint in dieser Situation eine wichtige Rolle zu spielen. Ob die politische Zusage ausreicht, um die sportliche Teilnahme tatsächlich zu realisieren, bleibt jedoch angesichts der anhaltenden Spannungen und der Bedenken des iranischen Verbandes ungewiss.



