Trump zur WM-Teilnahme des Iran: US-Präsident zeigt sich gleichgültig
Die Frage, ob der Iran im Sommer an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen wird, lässt US-Präsident Donald Trump völlig kalt. In einem aktuellen Interview mit dem Magazin Politico erklärte der 79-Jährige, es sei ihm „wirklich egal“, ob die iranische Nationalmannschaft bei dem Turnier antrete. „Ich denke, der Iran ist ein sehr schwer geschlagenes Land. Sie pfeifen aus dem letzten Loch“, fügte Trump hinzu und unterstrich damit seine gleichgültige Haltung.
Unsicherheit um iranische WM-Teilnahme
Die Fußball-WM startet Mitte Juni in den USA, Kanada und Mexiko. Ob der eigentlich qualifizierte Iran trotz der aktuellen militärischen Auseinandersetzungen an dem Turnier teilnimmt, ist weiterhin völlig unklar. Der iranische Fußballpräsident Mehdi Taj ließ die Teilnahme am Wochenende nach Beginn des Krieges, welchen die USA und Israel gemeinsam starteten, bewusst offen. „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken“, so Taj. „Das US-Regime hat unser Heimatland angegriffen, und das ist ein Vorfall, der nicht unbeantwortet bleiben wird.“
Boykott und Visaprobleme
Der Iran war als einziges Land bei dem Planungstreffen aller WM-Teilnehmer in der US-Metropole Atlanta nicht anwesend. Bereits die Auslosung im Dezember in Washington hatte der Staat boykottiert. Der Grund dafür liegt in der Weigerung der US-Regierung, drei iranischen Funktionären, darunter auch Präsident Taj, das nötige Einreisevisum zu erteilen. Diese diplomatischen Spannungen werfen einen langen Schatten auf die sportliche Veranstaltung.
Eigentlich soll das iranische Team in einer Vorrundengruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten spielen und alle seine drei Partien in den USA austragen. Die aktuelle politische Lage macht diese Pläne jedoch zunehmend fraglich. Die Gleichgültigkeit von Donald Trump gegenüber dieser Thematik unterstreicht die komplexen Beziehungen zwischen den beiden Nationen, die sich nun auch auf den Sport ausweiten.



