Der TSV 1860 München hat sich am 32. Spieltag der 3. Liga vom 1. FC Schweinfurt mit 1:1 getrennt. Vor 15.000 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße erzielte Sigurd Haugen den Ausgleichstreffer für die Löwen. Der AZ-Reporter hat die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski genau unter die Lupe genommen und benotet.
Torwart und Abwehr: Solide, aber mit Fehlern
Thomas Dähne – Note 4: Der Torwart verpasste seine weiße Weste im 300. Drittligaspiel von 1860. Beim 0:1 riss er zwar die Fäuste hoch, der Ball landete aber dennoch im Tor (27.). Kurz vor der Pause verhinderte er gegen Gribs fast das 1:2.
Sean Dulic – Note 4: Nach seinem Joker-Comeback gegen Ulm stand er erstmals wieder in der Startelf. Er verlieh der Abwehr teils Stabilität, patzte jedoch bei der Hereingabe vor dem 0:1 und wurde wie geplant vorzeitig ausgewechselt.
Raphael Schifferl – Note 4: Der aggressive Löwe auf Abschiedstournee räumte anfangs einige Angriffe der Schweinfurter ab und agierte zeitweise als Libero.
Siemen Voet – Note 4: Der Innenverteidiger bekam zunächst wenig zu tun, zeigte aber sein gutes Stellungsspiel und seine Kopfballstärke. Allerdings verlor er das Duell gegen Torschütze Müller und ließ sich kurz vor der Pause tunneln. Positiv: sein Assist zum 1:1.
Tim Danhof – Note 4: Nach seinem Traumtor gegen Ulm war er diesmal auf der rechten Schiene unterwegs. Er schlug zwei, drei gefährliche Ecken, hatte aber mehr Glück als Geschick bei seinem Foul gegen Ex-Löwe Böhnlein im Strafraum.
Mittelfeld: Abräumer und Junglöwen
Thore Jacobsen – Note 4: Der Abräumer auf Abschiedstournee verteilte viele Bälle und verhalf 1860 zu einer Mittelfeld-Dominanz. Er löste einige Situationen geschickt, verlor aber auch Bälle und ließ im Vorwärtsgang Luft nach oben.
Damjan Dordan – Note 4: Der Junglöwe zeigte Engagement, konnte sich aber nicht auszeichnen. Sein Vertrag läuft aus, doch 1860 will ihn halten.
Manuel Pfeifer – Note 4: Der Linksfuß agierte mit Licht und Schatten. Offensiv hatte er nur wenige Aktionen, defensiv war er solide, aber nicht fehlerfrei.
Kevin Volland – Note 4: Im Zusammenspiel mit Niederlechner nahm er sich mehr Freiheiten, was am lauen Sommerkick und am absichernden Kollegen liegen mochte. Viel dabei kam nicht heraus.
Angriff: Haugen überragt, Niederlechner aktiv
Sigurd Haugen – Note 2: Der 15-Tore-Mann wirbelte wie gewohnt, nahm sich aber auch sommerliche Auszeiten. Er traf freistehend per Volley nur den Außenpfosten (29.), netzte dann aber traumhaft zum 1:1 (31.) und ist nun Sechzigs 16-Tore-Mann.
Florian Niederlechner – Note 3: Der Routinier durfte von Beginn an ran und war ein Aktivposten. Er scheiterte selbst, lieferte aber eine traumhafte Vorlage für Haugen. Zählbares sprang nicht heraus.
Einwechslungen
Marvin Rittmüller – Note 4: Kam in der zweiten Halbzeit und fügte sich mit einer mittelprächtigen Leistung ein.
Patrick Hobsch – Note 4: Sollte den Sieg bringen, hatte eine dicke Chance, vergab diese aber per Flachschuss neben das Tor.
David Philipp, Xaver Kiefersauer und Justin Steinkötter – ohne Note: Sie kamen zu spät für eine Bewertung.



