TSV 1860 vor Aufstiegs-Endspiel gegen Rostock: Die letzte Chance – jetzt aber wirklich
Will der TSV 1860 München in der Drittliga-Spitze noch mitmischen, muss am Sonntag zwingend ein Sieg gegen den Angstgegner Hansa Rostock her. Trainer Markus Kauczinski betonte: "Wir haben schon Duisburg und Cottbus geschlagen, jetzt kommt wieder so ein Kaliber." Das Spiel im ausverkauften Heimstadion könnte über die Aufstiegschancen der Löwen entscheiden.
Geburtstagskind mit frischen Ideen
Matthias Eicher | 20. Februar 2026 - 17:30 Uhr
Markus Kauczinski, der gerade seinen 56. Geburtstag feierte, plant einige taktische Veränderungen für den Heim-Kracher gegen Rostock. Auf die Frage, ob er sich zum Geburtstag einen Sieg gewünscht habe, antwortete der Chefcoach schelmisch: "Vielen Dank! Ohne das richtungsweisende Spiel in Havelse wäre das Spiel am Sonntag nicht so richtungsweisend gewesen, oder?" Er fügte hinzu: "Mit drei Punkten zum Geburtstag kann ich aber nicht so viel anfangen, denn wir machen das für uns, für die Mannschaft, für den Verein, für die Fans - wir wollen ein gutes Spiel abliefern und unser Bestes geben!"
Rostock als "anderes Kaliber"
Kauczinski wies darauf hin, dass Hansa Rostock ein deutlich stärkerer Gegner als der zuletzt mit 5:0 besiegte TSV Havelse sei. "Es weiß jeder, dass da ein anderes Kaliber auf uns zukommt als Havelse", sagte er. Allerdings erinnerte er an die Triumphe gegen die Tabellenführer MSV Duisburg (3:1) und Energie Cottbus (3:0): "Wir haben schon Duisburg und Cottbus geschlagen, jetzt kommt wieder so ein Kaliber. Wir können auch ein solches Kaliber sein, aber wir müssen das konstanter bringen!"
Gegen Rostock, das vier Punkte Vorsprung hat, geht es darum, einen direkten Konkurrenten nicht auf sieben Zähler davonziehen zu lassen, sondern auf die Pelle zu rücken. In neun Drittliga-Duellen gab es bisher sechs Pleiten und drei Remis für die Blauen gegen den Angstgegner.
Personelle Entscheidungen und Verletzungen
Positiv für 1860: Spielmacher David Philipp ist nach einer Trainingsverletzung am Sprunggelenk wieder einsatzbereit. "David ist umgeknickt, aber es war zum Glück nicht so schlimm wie befürchtet", erklärte Kauczinski. Philipp hatte den gesperrten Kevin Volland gegen Havelse mit zwei Assists gut vertreten. Dagegen fällt Kilian Jakob wohl mehrere Wochen aus.
Nicht nur die Volland-oder-Philipp-Frage treibt Kauczinski um. Der Trainer überlegt, personell oder systematisch Veränderungen vorzunehmen: "Ich könnte auch mit Volland und Philipp spielen lassen", überlegte er laut. Zudem lobte er zwei weitere Offensivspieler: "Maxi Wolfram hat eine starke Trainingswoche hinter sich. Justin Steinkötter hat nicht nur in Havelse getroffen, er trifft auch im Training in den Abschlussaktionen momentan konstant."
"Ich habe schon die Gedanken, etwas zu verändern", verriet der Trainer, ohne jedoch genauere Details preiszugeben. Um jegliche Gedanken an Rechenspiele oder ein mögliches Scheitern zu vertreiben, will Kauczinski den Fokus voll und ganz auf das Duell legen: "Es ist alles eng zusammen. Wir freuen uns drauf auf den Kracher: zuhause, ausverkauftes Haus - die Vorfreude ist riesig bei uns!"
Kein Wunder, schließlich ist es so etwas wie die allerletzte Chance für die Sechziger, um in der Aufstiegsfrage noch mitzumischen. Das Spiel beginnt am Sonntag um 13.30 Uhr und verspricht Spannung pur.



