Tuchel vor WM-Spiel gegen Kroatien sauer: Fotografen versperrten Sicht
Tuchel vor WM-Spiel sauer: Fotografen versperrten Sicht

Thomas Tuchel, Trainer der englischen Nationalmannschaft, erlebte vor dem WM-Auftaktspiel gegen Kroatien einen unerwarteten Ärger: Eine große Anzahl von Fotografen, die sich direkt vor seiner Trainerbank positioniert hatten, versperrte ihm die Sicht auf seine Mannschaft während der englischen Nationalhymne. Dies berichtete der Fotograf Matthias Koch, der selbst vor Ort war und die Szene hautnah miterlebte.

Tuchel reagierte verärgert auf die Fotografen

Laut Koch gestikulierte und fluchte Tuchel, um sich Luft zu verschaffen. Die Fotografen waren für ein ungewöhnliches Mannschaftsfoto vor dem Spiel auf einem Podest aufgestellt worden, das eigentlich freie Sicht ermöglichen sollte. Doch Tuchel war sichtlich genervt, dass er seine Spieler bei der Hymne nicht sehen konnte. Zwei deutsche Fotografen begrüßten ihn freundlich, einer rief: „Viel Glück, Thomas!“ Koch selbst versuchte zu beschwichtigen: „Herr Tuchel, wir haben uns das auch nicht ausgedacht.“

Platzmangel in US-Stadien als Ursache

Das Problem liegt laut Koch in der Bauweise der US-Stadien: Sie wurden für American Football konzipiert, bei dem das Spielfeld nur etwa 48 Meter breit ist. Im internationalen Fußball sind dagegen 68 Meter vorgeschrieben. Dadurch bleibt zwischen Seitenlinie und Trainerbank kaum Platz. Tuchel kann dies beanstanden, doch die Fotografen treffe keine Schuld. Am Dienstag, 22 Uhr, spielt England gegen Ghana. Es bleibt abzuwarten, ob Tuchel dann eine ungestörte Sicht auf die Hymne haben wird.

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