UEFA sperrt Benfica-Spieler Prestianni nach mutmaßlich rassistischer Beleidigung gegen Vinicius
UEFA sperrt Benfica-Spieler nach Rassismus-Vorfall gegen Vinicius

UEFA zieht Konsequenzen nach Rassismus-Vorfall im Champions-League-Spiel

Die UEFA hat nach dem Skandal im Hinspiel der Champions-League-Playoffs zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid deutliche Konsequenzen gezogen. Der europäische Fußballverband sperrte Benficas argentinischen Flügelspieler Gianluca Prestianni (20) für das entscheidende Rückspiel am Mittwochabend. Grund sind mutmaßlich rassistische Beleidigungen gegen Real Madrids Starstürmer Vinicius Junior (25) während der Partie in Lissabon.

Disziplinarmaßnahme nach Untersuchung durch Ethikinspektor

In einer offiziellen Stellungnahme vom Montag gab die UEFA bekannt: „Nach der Ernennung eines UEFA-Ethik- und Disziplinarinspektors zur Untersuchung von Vorwürfen diskriminierenden Verhaltens hat die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission beschlossen, Herrn Gianluca Prestianni vorläufig für das nächste UEFA-Klubwettbewerbsspiel zu sperren.“ Die Sperre erfolgt wegen eines Verstoßes gegen Artikel 14 der UEFA-Disziplinarordnung im Zusammenhang mit diskriminierendem Verhalten.

Vorfälle während des Spiels und gegensätzliche Darstellungen

Während des Hinspiels hatte Prestianni Vinicius mutmaßlich rassistisch beleidigt und dabei demonstrativ sein Trikot vor den Mund gehalten. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie daraufhin und kreuzte die Arme – das offizielle Signal, dass das Anti-Rassismus-Protokoll der UEFA aktiviert wurde. Erst nach langen Diskussionen, an denen sich auch Benficas Trainer und ehemaliger Real-Coach José Mourinho beteiligte, konnte das Spiel fortgesetzt werden.

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Prestianni bestritt die Vorwürfe umgehend auf Instagram: „Ich möchte klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt rassistische Beleidigungen gegen Vinícius Junior gerichtet habe. Er hat leider falsch interpretiert, was er zu hören glaubte.“ Der Argentinier betonte, niemals rassistisch gegenüber irgendjemandem gewesen zu sein, und kritisierte gleichzeitig, dass ihn Real-Spieler bedroht hätten.

Vinicius reagiert mit deutlichen Worten

Vinicius Junior ließ seinerseits in den sozialen Netzwerken kein gutes Haar an den Vorfällen: „Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Trikot in den Mund stopfen, um ihre Schwäche zu demonstrieren. Doch sie genießen den Schutz anderer, die theoretisch zur Bestrafung verpflichtet sind.“ Die deutlichen Worte des brasilianischen Nationalspielers unterstreichen die emotionale Belastung, die solche Vorfälle für betroffene Spieler bedeuten.

Sportliche Konsequenzen für entscheidendes Rückspiel

Die Sperre trifft Benfica zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Ohne den offensivstarken Prestianni muss das Team aus Lissabon im Rückspiel am Mittwoch um 21 Uhr (live bei DAZN) antreten, um sich für die nächste Champions-League-Runde zu qualifizieren. Die UEFA hat mit ihrer schnellen Entscheidung ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung im Fußball gesetzt und zeigt, dass rassistische Vorfälle nicht toleriert werden.

Der Fall unterstreicht erneut die anhaltenden Probleme mit Rassismus im europäischen Spitzenfußball und die Bedeutung klarer Protokolle und konsequenter Sanktionen. Die UEFA behält sich weitere Untersuchungen und möglicherweise zusätzliche Strafmaßnahmen vor, während der Fokus nun auf dem sportlich hochbrisanten Rückspiel liegt.

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