UEFA sperrt Benfica-Star Prestianni nach Rassismus-Vorwürfen gegen Vinícius Jr.
UEFA sperrt Prestianni nach Rassismus-Eklat gegen Vinícius

UEFA zieht Konsequenzen nach Rassismus-Eklat in der Champions League

Die UEFA hat deutliche Maßnahmen ergriffen und zieht Konsequenzen aus dem Rassismus-Eklat um Benfica-Profi Gianluca Prestianni. Der argentinische Flügelspieler wird das entscheidende Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen Real Madrid verpassen, nachdem der europäische Fußballverband eine vorläufige Sperre verhängt hat.

Offizielle Sperre nach mutmaßlich rassistischer Beleidigung

Wie aus einem offiziellen Statement der UEFA hervorgeht, sperrt der Verband den 20-jährigen Argentinier für ein Spiel. Grund ist ein mutmaßlicher Verstoß gegen Artikel 14 der UEFA-Disziplinarordnung im Zusammenhang mit diskriminierendem Verhalten gegenüber Real-Madrid-Star Vinícius Jr. Die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission (CEDB) hat diese Entscheidung auf Antrag des UEFA-Ethik- und Disziplinarinspektors (EDI) getroffen.

„Auf Antrag des EDI mit einem Zwischenbericht hat die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission heute beschlossen, Herrn Gianluca Prestianni vorläufig für das nächste (1) Spiel im UEFA-Klubwettbewerb, für das er ansonsten spielberechtigt wäre, wegen eines prima facie Verstoßes gegen Artikel 14 der UEFA-Disziplinarordnung (DR) im Zusammenhang mit diskriminierendem Verhalten zu sperren“, lautet der genaue Wortlaut in der Stellungnahme der UEFA.

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Weitere Konsequenzen und laufende Untersuchungen

Die vorläufige Sperre ist jedoch nur der erste Schritt. Die UEFA betont in ihrer Mitteilung ausdrücklich, dass weitere disziplinarische Maßnahmen nicht ausgeschlossen sind. „Dies gilt unbeschadet etwaiger Entscheidungen, die die UEFA-Disziplinarorgane nach Abschluss der laufenden Untersuchung und deren Vorlage bei den UEFA-Disziplinarorganen treffen könnten.“

Laut Artikel 14 der UEFA-Disziplinarvorschriften droht Prestianni im schlimmsten Fall eine Sperre von zehn Spielen, sollte nachgewiesen werden, dass er tatsächlich rassistisches und diskriminierendes Verhalten gezeigt hat. Die Untersuchungen der UEFA wurden durch die Szenen ausgelöst, die sich nach dem Treffer von Vinícius Jr. im Hinspiel der Playoffs abgespielt hatten.

Vorwürfe und Bestreitungen im Detail

Der brasilianische Real-Madrid-Star Vinícius Jr. hatte nach dem Spiel angegeben, von Prestianni auf Spanisch als Affe bezeichnet worden zu sein. Diese Schilderung wurde von seinem Mannschaftskollegen Kylian Mbappé unterstützt und bestätigt. Der argentinische Benfica-Spieler Gianluca Prestianni bestreitet diese Vorwürfe jedoch vehement und weist die Anschuldigungen zurück.

Die UEFA hat nun mit der vorläufigen Sperre ein deutliches Zeichen gegen Rassismus im Fußball gesetzt. Die endgültige Entscheidung über weitere Sanktionen wird erst nach Abschluss der umfassenden Untersuchungen getroffen werden. Der Fall zeigt erneut, dass der europäische Fußballverband diskriminierendes Verhalten auf dem Platz nicht toleriert und konsequent ahndet.

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