Union Berlin vor Kracher gegen Leverkusen: Nsoki-Trainingsabbruch löst Besorgnis aus
Der Saisonendspurt in der Fußball-Bundesliga nimmt Fahrt auf, und der 1. FC Union Berlin steht vor einem echten Kracher. Am Samstag empfangen die Eisernen den Tabellenführer Bayer Leverkusen in der heimischen Alten Försterei. Doch die Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel war von einem unerwarteten Zwischenfall überschattet.
Trainingsschreck bei den Eisernen
Beim Mannschaftstraining am Dienstag sorgte Abwehrspieler Stanley Nsoki für einen kurzen Schreck. Der 27-jährige Franzose brach die Einheit nach nur etwa 60 Minuten vorzeitig ab und verließ das Platz. Sofort machten sich besorgte Blicke unter den anwesenden Fans breit, die das Training von den Rängen des Stadions verfolgten. Die bange Frage: Droht Union Berlin vor dem wichtigen Leverkusen-Spiel der nächste verletzungsbedingte Ausfall?
Die gute Nachricht für alle Union-Anhänger: Nach aktuellen Informationen gibt es Entwarnung. Der Grund für den Trainingsabbruch ist vergleichsweise simpel, aber durchaus nachvollziehbar. Nsoki hatte in den letzten beiden Bundesliga-Spielen enorme Belastungen zu verkraften. Gegen Eintracht Frankfurt stand er volle 90 Minuten auf dem Platz, beim Duell mit dem Hamburger SV waren es immerhin 83 Minuten.
Belastungssteuerung statt Verletzung
Für einen Spieler, der nicht regelmäßig über die volle Distanz geht, stellen solche Einsätze eine besondere Herausforderung dar. Der 1. FC Union geht daher kein unnötiges Risiko ein und steuert die Belastung seiner Spieler bewusst. Der vorzeitige Trainingsabbruch von Nsoki ist somit eher ein Indiz dafür, dass der Abwehrspieler am Samstag gegen Leverkusen von Anfang an auf dem Platz stehen wird.
Trainer Steffen Baumgart braucht den Franzosen dringend in seiner Abwehrzentrale. Diogo Leite fällt weiterhin mit einer Oberschenkelverletzung aus. Der Portugiese konnte erneut nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und bleibt eine große Lücke in der Defensive.
Weitere Personalprobleme bei Union
Die Sorgenfalten bei den Köpenickern sind damit aber noch nicht geglättet. Robert Skov kann wegen einer anhaltenden Blessur weiterhin nicht mit der Mannschaft trainieren. Der Däne sollte eigentlich mit seiner Dynamik und Erfahrung eine wichtige Rolle im Saisonendspurt spielen, muss stattdessen aber weiter zuschauen.
Auch Josip Juranovic bereitet weiterhin Kopfzerbrechen. Der Kroate arbeitete zunächst allein im Innenbereich, bevor er später eine Laufrunde auf dem Platz absolvierte. Ein vollwertiges Mannschaftstraining ist für ihn derzeit nicht möglich. Immer wieder werfen ihn kleinere Blessuren zurück, sodass er einfach nicht richtig in Tritt kommt.
Vor dem wichtigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen muss Trainer Steffen Baumgart also weiterhin mit einem angeschlagenen Kader planen. Die Entwarnung bei Stanley Nsoki ist dabei ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten von Verletzungssorgen geprägten Vorbereitung.



