Union Berlin mit improvisiertem Training vor Leverkusen-Duell
Nicht nur sportlich läuft es bei Union Berlin derzeit holprig – auch der Rasen auf dem Trainingsplatz sorgt für erhebliche Probleme in der Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag. Eisern-Trainer Steffen Baumgart (54) muss mit seiner Mannschaft improvisieren, da der reguläre Trainingsplatz nicht zur Verfügung steht.
Winterwetter zerstört Trainingsrasen
Der Grund für die ungewöhnliche Situation: Das Berliner Winterwetter hat dem Rasen auf dem Trainingsplatz in den vergangenen Wochen stark zugesetzt. Frost und anhaltende Nässe machten den Platz komplett unbrauchbar, sodass er in der vergangenen Woche ausgetauscht werden musste. Eigentlich sollte die Mannschaft nach der 2:3-Niederlage beim HSV am Sonntag wieder regulär auf den Trainingsplatz zurückkehren, wie Union-Sprecher Christian Arbeit am letzten Donnerstag noch optimistisch verkündete.
„In den letzten Tagen wurde sehr fleißig gearbeitet, die Arbeiten sind in den letzten Zügen. Also beste Bedingungen dann wieder“, so Arbeit. Doch aus diesen Plänen wurde nichts, denn der neue Rasen ist bislang entgegen der ursprünglichen Planung nicht einsatzbereit.
Training im Stadion belastet Spielrasen
Infolgedessen trainierte Union Berlin auch bei der öffentlichen Einheit am Dienstag erneut im Stadion An der Alten Försterei. Erst ab Mittwoch soll die Mannschaft wieder regulär auf den Trainingsplatz ausweichen können. Diese kurzfristige Planänderung könnte jedoch unerwünschte Folgen haben: Durch die zusätzlichen Trainingseinheiten im Stadion wurde der Rasen dort stärker beansprucht als ursprünglich vorgesehen.
Und genau auf diesem Platz steigt am Samstag das wichtige Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Es wächst die berechtigte Sorge, dass der Rasen im Stadion nicht im optimalen Zustand sein wird, wenn die beiden Bundesligisten aufeinandertreffen.
Wetterprobleme seit Wochen
Die Rasenprobleme sind kein neues Phänomen bei Union Berlin. Seit Wochen kämpft der Verein mit den Auswirkungen des Winterwetters. Bereits zuvor mussten Fans des 1. FC Union Wege an der Alten Försterei von Schnee befreien, um überhaupt Zugang zum Stadion zu ermöglichen. Die anhaltenden Wetterkapriolen stellen den Klub vor logistische Herausforderungen, die sich nun auch auf die sportliche Vorbereitung auswirken.
Chance gegen möglicherweise müden Gegner
Trotz der Platzprobleme hatte Union Berlin eine volle Trainingswoche – wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Sportlich steckt der Klub nach sieben Spielen ohne Sieg in einer schwierigen Phase und sucht dringend nach einer Wende. Das Duell gegen Leverkusen könnte dennoch zur rechten Zeit kommen.
Die Werkself muss am Mittwoch in den Champions-League-Play-offs bei Olympiakos Piräus antreten – in der Woche darauf steht bereits das Rückspiel an. Trainer Hjulmand dürfte daher rotieren müssen, um die Kräfte seiner Mannschaft zu schonen. Ein möglicherweise müdes Leverkusen könnte Union Berlin genau jetzt die Chance auf den lang ersehnten Sieg bieten, trotz der eigenen Vorbereitungsschwierigkeiten.
Die ungewöhnliche Trainingssituation stellt Baumgart und sein Team vor besondere Herausforderungen, doch gleichzeitig könnte der Zeitplan des Gegners einen unerwarteten Vorteil bringen. Ob die improvisierte Vorbereitung ausreicht, um die sportliche Talfahrt zu stoppen, wird sich am Samstag zeigen.



