Union Berlin muss auf Andras Schäfer verzichten
Der Bundesligist Union Berlin wird in den kommenden zwei Meisterschaftsspielen auf seinen ungarischen Mittelfeldspieler Andras Schäfer verzichten müssen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Sperre nach einer Anhörung am Dienstag offiziell bestätigt und damit die Entscheidung des Kontrollausschusses im Grundsatz bestätigt.
Rote Karte in der 19. Minute
Der Auslöser für die Disziplinarmaßnahme war die Partie am vergangenen Sonntagabend gegen Werder Bremen, die Union Berlin mit 1:4 verlor. In der 19. Spielminute sah Schäfer nach einem groben Foulspiel die Rote Karte und wurde des Platzes verwiesen. Der Schiedsrichter bewertete den Einsatz als rohes Spiel, was automatisch eine Sperre nach sich zieht.
Ursprünglich hatte der DFB-Kontrollausschuss sogar eine noch höhere Strafe für den ungarischen Nationalspieler vorgeschlagen. Dagegen legte Union Berlin jedoch umgehend Einspruch ein und begründete dies mit der besonderen Spielsituation und dem fehlenden Vorsatz. Das Sportgericht prüfte den Fall nun erneut und reduzierte die Strafe auf die nun bekannten zwei Spiele.
Sportliche Konsequenzen für Union Berlin
Für die Berliner bedeutet der Ausfall von Andras Schäfer eine spürbare Schwächung im defensiven Mittelfeld. Der 27-Jährige gilt als wichtiger Stützpfeiler im Spielsystem von Trainer Nenad Bjelica und war in dieser Saison bereits in zahlreichen Bundesligapartien eine feste Größe. Seine Abwesenheit wird die taktischen Optionen des Teams in den nächsten beiden Begegnungen deutlich einschränken.
Die genauen Spiele, für die Schäfer gesperrt ist, werden in den kommenden Tagen vom DFB bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um zwei aufeinanderfolgende Bundesligapartien, was die Planungssicherheit für die Berliner erhöht, aber auch den Druck auf die Ersatzspieler verstärkt.
Union Berlin akzeptierte die Entscheidung des Sportgerichts und kündigte an, keine weiteren Rechtsmittel einzulegen. Der Klub betonte jedoch, dass man weiterhin hinter seinem Spieler stehe und die Vorkommnisse als bedauerlichen Einzelfall betrachte. Für Andras Schäfer selbst bedeutet die Sperre nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Einbußen, da vereinsinterne Sanktionen bei solchen Vorfällen üblich sind.



