Union Berlin steht vor einem heißen Sommer. Sportvorstand Horst Heldt muss zahlreiche wichtige Kader-Entscheidungen treffen, um in der nächsten Saison konkurrenzfähig zu sein. Während andere Klubs Vertragslaufzeiten bekannt geben, fährt Union seine Geheim-Strategie. Laufzeiten? Fehlanzeige! Doch BILD weiß: Mehrere Verträge laufen aus. In der Abwehr wird ein XXL-Umbruch kommen.
Fix ist: Danilho Doekhi wird den Verein verlassen. Auch bei Diogo Leite stehen die Zeichen auf Abschied. Der Portugiese wollte mehrfach weg. Fenerbahçe und der AC Florenz waren dran. Doch Sport-Boss Heldt blockte einen Winter-Deal ab – mit klarer Ansage: „Ein Abstieg ist teurer als alles andere. Ein Abstieg kostet 50 Millionen Euro. Jeder Tabellenplatz, den man sich verbessert, bringt zwischen 1,5 und 3 Millionen Euro.“
Auf den kommenden Doekhi-Abgang reagierte Union bereits: Zeno van den Bosch kommt von Royal Antwerpen, sein Vertrag soll bis 2030 laufen. Außerdem besitzen die Köpenicker eine Kaufoption über 3 Mio. Euro für Hoffenheim-Leihgabe Stanley Nsoki. Nach der Verletzung von Leite stand Nsoki zuletzt acht Spiele in Folge auf dem Platz – und machte seine Sache ordentlich.
Mittelfeldmann Alex Kral hat bei Union keine Zukunft mehr. Eine erneute Leihe – wie zuletzt zu Espanyol Barcelona – ist ausgeschlossen. Bei Leopold Querfeld und Rani Khedira sind keine Vertragslaufzeiten bekannt, sie sind über den Sommer gebunden. Sollte Khedira mit Tunesien eine Top-WM spielen, könnte der Mittelfeldmotor allerdings auf einen lukrativen Wechsel hoffen.
Kapitän Christopher Trimmel, Janik Haberer, Andras Schäfer und Robert Skov haben bei Union über die Saison hinaus einen Vertrag. Auf Josip Juranović, Livian Burcu, Aljoscha Kemlein, Ilyas Ansah, Oliver Burke, Derrick Köhn und Tom Rothe können die Eisernen längerfristig bauen. Bei Rothe ist eine Rückkehr nach Dortmund noch vor Vertragsende 2028 möglich – dank einer Rückkaufklausel – die ab diesem Jahr greift. Die Ablöse soll je nach Einsatzzeit zwischen 12 und 18 Millionen Euro liegen.
Union-Flop Chris Bedia ist aktuell an die Young Boys Bern verliehen – und hat dort mit 20 Toren in 38 Pflichtspielen voll eingeschlagen. Die Schweizer wollen den Stürmer im Sommer fest verpflichten. Die Kaufoption liegt bei 2,5 Mio. Euro. Alles deutet darauf hin, dass er nicht mehr für die Eisernen auflaufen wird, die Bundesliga für ihn eine Nummer zu groß sei. Bedias Vertrag läuft in Köpenick noch bis 2027.



