DSV-Ass Sebastian Holzmann beendet seine Ski-Karriere
DSV-Ass Sebastian Holzmann beendet Ski-Karriere

Sebastian Holzmann beendet seine Karriere als Skirennläufer. Der 33-jährige Slalom-Spezialist vom Deutschen Skiverband (DSV) gab am Montag seinen Rücktritt bekannt. In einer Pressemitteilung des DSV erklärte Holzmann, dass er nach mehreren schweren Verletzungen nicht mehr in der Lage sei, seinen Sport mit der nötigen Konsequenz auszuüben.

Ein schwerer Weg zurück

Holzmann kämpfte sich in den vergangenen Jahren immer wieder nach Verletzungen zurück. Besonders eine Kreuzbandverletzung in der Saison 2024/25 warf ihn weit zurück. „Ich habe sehr hart gekämpft, um nach meinen Verletzungen wieder Rennen zu fahren. Denn das Rennfahren ist und bleibt meine größte Leidenschaft“, wird der 33-Jährige zitiert. Doch in den letzten Wochen musste er erkennen, dass es nicht mehr reicht.

Höhepunkt bei der WM 2023

Der gebürtige Oberstdorfer feierte seinen größten Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2023 in Courchevel, als er völlig überraschend den fünften Platz im Slalom belegte. Zuvor hatte er nie ein Top-10-Ergebnis im Weltcup erzielt. In der Saison 2024/25 wollte er sich in der erweiterten Weltspitze etablieren, doch eine erneute Kreuzbandverletzung durchkreuzte seine Pläne.

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Die schwere Zeit nach der Verletzung

Nach der Operation im Jahr 2025 schrieb Holzmann auf Instagram: „Das war es mit 24/25. Gerade bin ich von meiner Kreuzband-Operation aufgewacht. Kein Traum, sondern ein wahrgewordener Albtraum.“ Der körperliche Schmerz sei erträglich, aber innerlich gehe es ihm sehr schlecht. Er erinnerte sich an eine ähnliche Knieverletzung aus dem Jahr 2021 und sagte: „Ich weiß von meiner letzten Verletzung, wie schwer es ist und dass dieser Schmerz nachlässt, aber dieses Mal ist es einfach schlimmer.“

Die letzte Saison und das Karriereende

In der Saison 2025/26 kämpfte sich Holzmann zurück, aber die Erfolge blieben aus. Nur zweimal erreichte er die Top 30 und verpasste damit die Qualifikation für die Olympischen Spiele. DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier würdigte Holzmanns Einsatz: „Sebastian war in den vergangenen Jahren mehrmals auf dem besten Wege, sich im Spitzenbereich des Slalomsports zu etablieren, ehe er durch schwere Verletzungen zurückgeworfen wurde. Er hat sich nie entmutigen lassen.“

Neue Pläne für die Zukunft

Holzmann blickt nach vorne. In den kommenden Monaten möchte er sich neu orientieren. „Denkbar ist, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen. In jedem Fall aber möchte ich mich im Skilehrwesen engagieren. Denn das Skifahren wird mich immer begleiten und Teil meines Lebens bleiben“, erklärte der 33-Jährige. Mit 17 Jahren im DSV-Kader hinterlässt er eine Spur von Leidenschaft und Kampfgeist.

Mit Holzmann beendet das nächste deutsche Ski-Ass seine Karriere. Erst kürzlich hatte Anton Tremmel seinen Rücktritt erklärt. Der DSV verliert damit zwei erfahrene Athleten, die trotz Rückschlägen stets ihr Bestes gaben.

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