Union Berlins Torwart Matheo Raab fällt nach starkem Debüt mehrere Wochen aus
Der Torwart von Union Berlin, Matheo Raab, muss nach seinem beeindruckenden Bundesliga-Debüt am vergangenen Sonntag direkt wieder pausieren. Der 27-Jährige verletzte sich in der Schlussphase des 1:0-Auswärtserfolgs beim SC Freiburg gravierend und wird in den kommenden Wochen ausfallen. Damit verschärfen sich die Torwartsorgen der Berliner erheblich, insbesondere vor dem bevorstehenden Duell mit dem Rekordmeister Bayern München am Samstag.
Verletzung trotz heldenhaftem Einsatz
In der Nachspielzeit des Spiels gegen Freiburg entschärfte Raab mit der Faust einen hohen Ball vor Bruno Ogbus, verletzte sich dabei jedoch schwer an der rechten Hand. Trotz der Schmerzen und mit bandagierter Hand brachte der Schlussmann die Partie zu Ende und zeigte dabei bemerkenswerten Kampfgeist. „Scheiß auf die Hand“, kommentierte Raab emotional nach dem Spiel gegenüber DAZN, obwohl er sichtlich unter den Folgen litt.
Erst nach weiteren Untersuchungen wurde das volle Ausmaß der Verletzung deutlich. Union Berlin gab am Montag bekannt, dass Raab „in den kommenden Wochen“ pausieren muss. Diese Nachricht kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit, da Stammkeeper Frederik Rönnow bereits wegen einer Fußverletzung fehlt.
Torwartkrise vor dem Bayern-Spiel
Für Union-Trainer Stefan Baumgart wird die Personalsituation auf der Torwartposition immer prekärer. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen Bayern München am Samstag um 15:30 Uhr, das live bei Sky übertragen wird, gehen dem Team langsam die Optionen aus. Die Verletzung von Raab trifft die Mannschaft besonders hart, da er in seinem Debüt überzeugt hatte und als wichtige Stütze in der Abwehr galt.
Kurioserweise kämpft auch der kommende Gegner aus München mit ähnlichen Problemen. Bei den Bayern fehlen aktuell gleich drei Torhüter:
- Manuel Neuer (Wadenverletzung)
- Sven Ulreich (Adduktorenprobleme)
- Leon Klanac (Oberschenkelverletzung)
Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Union Berlin könnte die Trainingsrückkehr von Jonas Urbig sein, die ebenfalls am Montag vermeldet wurde. Ob dieser jedoch bereits gegen Bayern zum Einsatz kommen kann, bleibt abzuwarten.
Auswirkungen auf die Saisonplanung
Die Verletzung von Matheo Raab wirft Fragen zur weiteren Torwart-Besetzung bei Union Berlin auf. Der 27-Jährige hatte sich in seinem Debüt als zuverlässige Alternative zu Rönnow präsentiert und nun muss das Team kreative Lösungen finden. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Berliner mit dieser personellen Engstelle umgehen können, insbesondere in Hinblick auf die anspruchsvolle Rückrunde der Bundesliga.
Die Situation verdeutlicht einmal mehr, wie verletzungsanfällig die Position des Torwarts sein kann und wie schnell sich die Personaldecke bei Spitzenteams verdünnen kann. Für Union Berlin bedeutet dies eine zusätzliche Herausforderung in einer bereits anspruchsvollen Saison.



