Zwei Spiele Sperre für Union Berlins András Schäfer nach Roter Karte
Für den 1. FC Union Berlin gibt es eine harte personelle Nachricht aus Köpenick. Mittelfeldspieler András Schäfer muss nach seiner Roten Karte im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen eine zweispielige Sperre absitzen. Das hat das DFB-Sportgericht nun offiziell bestätigt.
Die umstrittene Szene und ihre Folgen
Die entscheidende Szene ereignete sich bereits in der 19. Spielminute beim 1:4 gegen Werder Bremen. Schäfer griff im Zweikampf den Bremer Jens Stage am Knöchel an, als der Ball bereits nicht mehr im Spiel war. Schiedsrichter Timo Gerach bewertete die Aktion als grobes Foulspiel und zeigte die Rote Karte. Die Partie kippte anschließend deutlich zugunsten der Bremer.
Union Berlin hatte zunächst Widerspruch gegen das vom DFB-Kontrollausschuss vorgeschlagene Strafmaß eingelegt, akzeptiert nun aber das endgültige Urteil. Trainer Steffen Baumgart äußerte sich kritisch zur Entscheidung des Schiedsrichters: „Aus meiner Sicht ist die Rote Karte eine schwierige Situation, es ist maximal eine Gelbe. Es ist kein Tritt oberhalb des Knöchels, sondern in der Bewegung auf den Fuß drauf.“
Personelle Lücke für wichtige Spiele
Die Sperre trifft Union Berlin zu einem ungünstigen Zeitpunkt. András Schäfer fehlt damit am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel beim SC Freiburg sowie beim anschließenden Topspiel bei Bayern München. Der zuletzt gesetzte Ungar war in den vergangenen Wochen eine feste Größe im Mittelfeld der Köpenicker.
Innerhalb des Vereins und unter den Fans wurde die Entscheidung zur Roten Karte kontrovers diskutiert. Viele Union-Anhänger hielten die Strafe für überzogen, auch wenn der Klub das Sportgerichtsurteil nun akzeptiert. Die zweispielige Sperre stellt Trainer Baumgart vor eine taktische Herausforderung, muss er doch für zwei wichtige Bundesliga-Partien auf einen etablierten Mittelfeldspieler verzichten.



