Eishockey-Krimi in der Uber Arena: Eisbären Berlin gleichen Serie gegen Straubing aus
Was für eine dramatische Eishockey-Partie! Die Eisbären Berlin haben im zweiten Spiel der Viertelfinal-Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen wichtigen Sieg errungen. Vor 14.200 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Uber Arena setzten sich die Hauptstädter mit 2:1 gegen die Straubing Tigers durch und gliehen die Best-of-Seven-Serie zum 1:1 aus.
Ty Ronning als Matchwinner mit Doppelpack
Der kanadische Stürmer Ty Ronning (28) war der unumstrittene Held des Abends. Bereits in der 14. Minute eröffnete er nach einer hervorragenden Vorarbeit von Verteidiger Jonas Müller (30) die Tore für die Eisbären. Doch die Freude währte nur kurz, denn Stefan Loibl (29) gelang für die Straubing Tigers noch in der ersten Spielzeit der Ausgleich zum 1:1.
Im zweiten Drittel starteten die Berliner mit einem wahren Paukenschlag: Nach nur 57 Sekunden schoss Ronning erneut und verwandelte mit einem harten Schuss von 129 km/h zum 2:1. Dieser Treffer sollte sich als spielentscheidend erweisen, obwohl die Eisbären in der Folgezeit noch mehrere Großchancen vergaben.
Harte Gangart und kontroverses Foul
Das Spiel entwickelte sich zunehmend zu einer körperlich fordernden Angelegenheit. Besonders kontrovers war ein Bandencheck von Straubings Marcel Brandt (33) gegen Berlins Moritz Kretzschmar (19) in der 46. Minute. Brandt erhielt dafür eine Fünfminutenstrafe, und die DEL wird über eine mögliche Sperre des erfahrenen Spielers entscheiden müssen.
Eisbär Lean Bergmann (27), der nach seiner Rückkehr in den Kader direkt zum Einsatz kam, kommentierte das Foul deutlich: „Ein Bandencheck aus einem Meter Entfernung ist ziemlich das fieseste Foul, was es im Eishockey gibt.“
Taktische Umstellungen und persönliche Gründe
Die Eisbären hatten ihr Aufgebot für dieses wichtige Spiel deutlich verändert. Neben Bergmanns Rückkehr spielte Les Lancaster (31) wieder in der Verteidigung. Alle Sturmreihen wurden neu zusammengestellt. Nicht im Kader stand der Finne Markus Niemeläinen (27), dessen Frau stündlich die Geburt ihres Kindes erwartete.
Unter den Zuschauern befanden sich etwa 1000 mitgereiste Anhänger der Straubing Tigers, die für eine ausgewogene Stimmung in der Uber Arena sorgten. Die Berliner zeigten vor allem in der Defensive eine geschlossene Mannschaftsleistung und ließen sich von der harten Spielweise der Gäste nicht aus der Ruhe bringen.
Weitere DEL-Playoff-Ergebnisse
Parallel zum Berliner Spiel fanden weitere Viertelfinal-Partien statt:
- Kölner Haie - Schwenninger Wild Wings: 4:2
- ERC Ingolstadt - EHC Red Bull München: 1:6
- Fischtown Pinguins Bremerhaven - Adler Mannheim: 4:5 n.V.
Die Serie zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers geht nun mit einem ausgeglichenen Stand von 1:1 in die nächsten Begegnungen. Die Berliner haben bewiesen, dass sie auch unter Druck starke Leistungen abrufen können und mit ihrem Sieg wichtige Momentum für die weiteren Playoff-Spiele geschaffen.



