SpVgg Unterhaching: Traditionsklub verzichtet wohl auf Aufstieg in 3. Liga
Die SpVgg Unterhaching könnte trotz einer vielversprechenden sportlichen Ausgangslage vor dem Saisonfinale in der Regionalliga Bayern freiwillig auf den Aufstieg in die 3. Liga verzichten. Wie der kicker berichtet, ist eine endgültige Entscheidung zwar noch nicht gefallen, aber Präsident Manfred Schwabl erklärte dem Magazin: „Die Tendenz geht in diese Richtung.“
Den früheren Bundesligisten beschäftigen vor allem wirtschaftliche und strukturelle Fragen. Weniger die beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu hinterlegende Bürgschaft in Millionenhöhe sei ausschlaggebend, sondern vielmehr die Einschätzung, dass der aktuelle Kader in der 3. Liga kaum konkurrenzfähig wäre.
Bessere Talententwicklung bei Verzicht auf Aufstieg?
Ein Problem: Für den Sprung in den Profifußball müssten wohl mehrere erfahrene Spieler verpflichtet werden, was der Verein finanziell kaum stemmen könne, so der kicker. Sportlich hatte sich Unterhaching – das erst in der vergangenen Saison aus der 3. Liga abgestiegen war – zuletzt mit einem Last-Minute-Sieg bei der SpVgg Bayreuth in eine aussichtsreiche Position im Aufstiegsrennen gebracht. Dennoch folgte nur wenige Tage später der Dämpfer: Zusammen mit dem Aufsichtsrat soll zeitnah über den endgültigen Kurs entschieden werden. In den Vereinsgremien gibt es laut Schwabl mehrere Verfechter der traditionellen Ausbildungsphilosophie, die die Regionalliga als bessere Entwicklungsplattform für Talente ansehen.
Auswirkungen auf das Aufstiegsrennen
Sollte Unterhaching tatsächlich verzichten, hätte das auch Auswirkungen auf das Aufstiegsrennen: Drei Teams kämpfen noch um den ersten Platz, der für den Showdown mit dem Meister der Regionalliga Nordost berechtigt. Die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg führt die Tabelle mit 69 Punkten an, dahinter lauern Unterhaching (67) und die Würzburger Kickers (66), die aber jeweils ein Spiel mehr auf dem Konto haben.



