Upamecano-Vertrag bis 2030 verlängert – Bayern-Bosse vor nächstem Poker
Nach einem langwierigen Verhandlungsmarathon hat Dayot Upamecano seinen Vertrag beim FC Bayern München endlich verlängert. Der französische Innenverteidiger unterschrieb einen neuen Vertrag bis zum Jahr 2030, wobei sein bisheriger Arbeitsvertrag Ende Juni ausgelaufen wäre. Die sportliche Führung des Rekordmeisters, bestehend aus Max Eberl und Christoph Freund, atmet auf, doch die nächsten schwierigen Vertragsverhandlungen stehen bereits vor der Tür.
Finanzielle Anstrengungen und eiserne Verhandlungen
Der FC Bayern hat sich für die Vertragsverlängerung von Upamecano finanziell extrem gestreckt. Laut der französischen Fachzeitschrift L'Équipe erhält der 27-Jährige nun rund 20 Millionen Euro pro Jahr, was ihn zu einem der Top-Verdiener im Kader macht. Die Verhandlungen waren hart umkämpft, mit kontroversen Details wie einem Unterschriftsbonus von angeblich etwa 20 Millionen Euro, verteilt auf die vier Vertragsjahre. Erst als die Bayern-Bosse nach einer verstrichenen Deadline das Angebot zurückzogen, griff Upamecano selbst ein und gab per Anruf bei Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen sein endgültiges Ja-Wort.
Upamecano, der 2021 für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig zum FC Bayern wechselte, hat sich in seinen neuen Vertrag eine Ausstiegsklausel einbauen lassen. Diese kann bereits im Sommer 2027 aktiviert werden, wobei ein Ablösebetrag von 65 Millionen Euro fällig wird. Ein heißes Eisen für die Zukunft des Vereins, wie Experten betonen.
Reaktionen der Verantwortlichen und nächste Herausforderungen
Jan-Christian Dreesen zeigte sich zufrieden mit der Vertragsverlängerung: "Dayot Upamecano ist bei uns zum Topspieler auf höchstem Niveau gereift. Dass er seinen Weg beim FC Bayern fortsetzt, freut uns sehr und beweist einmal mehr unseren Stellenwert im internationalen Fußball." Sportvorstand Max Eberl ergänzte: "Ein Kader braucht Ankerpunkte: Mit Dayot setzen wir den nächsten. Oft lautet die Frage nicht, wen man holt – sondern wen man entwickelt: Dayot ist beim FC Bayern zum internationalen Spitzenspieler gereift."
Auf die Bayern-Bosse warten jedoch bereits die nächsten schwierigen Vertragsgespräche. Die Situationen bei folgenden Spielern sind besonders heikel:
- Manuel Neuer: Der Kapitän darf über seine Zukunft selbst entscheiden, wobei Torhüter Sven Ulreich traditionell parallel verlängert.
- Raphael Guerreiro: Nach Vertragsende im Juni stehen die Zeichen auf Abschied.
- Konrad Laimer und Harry Kane: Deren Arbeitspapiere enden 2027. Während die Verlängerung mit Kane als einfacher eingeschätzt wird, droht bei Laimer ein harter Vertragspoker, da sein Wert durch konstante Leistungen gestiegen ist.
Upamecano selbst äußerte sich positiv: "Ich bin sehr glücklich, beim FC Bayern zu bleiben und in diesem Team weiterspielen zu können: Wir haben eine tolle Mannschaft und einen tollen Trainer, und gemeinsam haben wir große Ziele. Es geht immer um Mentalität im Leben – ich gebe alles für meine Mitspieler, in jedem Training, möchte jedes Spiel zu null spielen und mit dem FC Bayern so viele Titel wie möglich gewinnen." Der Innenverteidiger, der für seine körperliche Stärke bekannt ist, wurde vom Verein in einem Fotoshooting als Eisenbieger inszeniert – ein passendes Symbol für die zähen Verhandlungen und seine Rolle als Fels in der Abwehrbrandung der Bayern.



