Ultra zieht VAR-Stecker? Sabotage-Verdacht bei Preußen Münster gegen Hertha BSC
VAR-Sabotage in 2. Liga: Ultra zieht Stecker?

VAR-Sabotage in der 2. Liga: Zog ein Ultra den Stecker?

Im Zweitliga-Spiel zwischen Preußen Münster und Hertha BSC am 8. März 2026 kam es zu einer höchst ungewöhnlichen Szene, die für Aufsehen sorgte. Schiedsrichter Felix Bickel (29) wurde nach einem möglichen Foul im Strafraum vom Video-Assistenten (VAR) an die Seitenlinie gebeten, um die Situation erneut zu überprüfen. Doch dort erwartete ihn ein schwarzer, funktionsloser Monitor – der Bildschirm schien ausgefallen zu sein.

Verdacht auf gezielte Sabotage durch Ultra

Nach Informationen der BILD soll ein Ultra von Preußen Münster den Stecker des VAR-Monitors abgezogen und damit den Videobeweis sabotiert haben. Parallel dazu zeigten Fans in der Kurve ein Banner mit der Aufschrift: „Dem VAR den Stecker ziehen.“ Ein Foto zeigt einen mutmaßlichen Täter mit grüner Sturmhaube, wie er aus dem Innenraum zurück auf die Tribüne springt. Ob dieser Ultra tatsächlich für den Ausfall verantwortlich war, bleibt jedoch unklar.

Schiedsrichter Bickel konnte ohne funktionierenden Monitor keine eigene Entscheidung treffen. Stattdessen sprang VAR-Assistentin Katrin Rafalski im Keller des Kölner VAR-Zentrums ein. Über die Stadionlautsprecher erklärte Bickel: „Wir haben ein mögliches Foulspiel im Strafraum überprüft. Meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass der 24er von Münster Cuisance klar am Schienbein trifft. Deswegen lautet meine finale Entscheidung: Strafstoß.“

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Folgen der ungewöhnlichen VAR-Intervention

Den fälligen Elfmeter verwandelte Hertha BSC-Kapitän Fabian Reese in der 45. Minute zur 1:0-Führung. Die Szene wirft Fragen zur Sicherheit bei Fußballspielen und zum Schutz der technischen Infrastruktur auf. Solche Vorfälle sind im Profifußball äußerst selten und unterstreichen die emotionale Geladenheit, mit der Fans dem VAR begegnen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss nun prüfen, wie es zu dieser Störung kommen konnte und ob tatsächlich Sabotage vorlag. Für Preußen Münster könnte der Vorfall disziplinarische Konsequenzen haben, falls die Verantwortlichkeit eines Ultras nachgewiesen wird. Der Verein äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

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