Verletzte Jena-Profis feiern als Ultras auf dem Zaun bei Lok Leipzig
Eigentlich sind es die Spieler, die für gewonnene Zweikämpfe und Tore von den Fans bejubelt werden. Doch beim Spitzenspiel von Carl Zeiss Jena bei Lok Leipzig standen die verletzten Profis Manassé Eshele (27) und Jannes Werner (20) Seite an Seite mit den Ultras im Fanblock. In Blue-Jeans, schwarzer Jacke und mit Fanschal feuerten sie ihr eigenes Team aus dem Gästeblock heraus an und feierten den 2:1-Sieg auf ungewöhnliche Weise.
Unterstützung außerhalb des Platzes
Eshele laboriert noch an einer Schulterverletzung und wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen. Dass er plötzlich im Fanblock auftauchte, war kein Zufall. „So kann ich die Jungs auch außerhalb des Platzes unterstützen“, erklärt der Stürmer. Den ebenfalls mit Schulterproblemen pausierenden Werner nahm er einfach mit. „Ich habe vorher bei den Fans gefragt, ob es okay ist, dass wir kommen. Es hat gepasst und wir sind super aufgenommen worden“, berichtet Eshele.
Zaunkletterei nach dem Sieg
Als die Kollegen auf dem Rasen das Topspiel gewannen, gab es für die beiden Profis bei der anschließenden Party kein Halten mehr. Als sich das Team vor der Kurve zum Feiern versammelte, kletterten Eshele und Werner kurzerhand auf den Zaun. „Hey, wir haben gewonnen, alle waren mega glücklich und ich bin mit hoch, damit meine Jungs sehen: Ich bin auch auswärts mit dabei“, sagt Eshele mit einem Grinsen.
Vorbereitung auf die Kurve
Der Stürmer verrät, dass er sich sogar auf den Auftritt vorbereitet hatte. „Ich habe mich vorher natürlich auch mit den üblichen Gesängen beschäftigt, mir etwas Hilfe geholt. Natürlich hört man hin, wenn man auf dem Feld steht, aber alles kann man nicht wissen“, so Eshele. Dass er als früherer Chemie-Leipzig-Stürmer ausgerechnet bei Erzrivale Lok Leipzig auf dem Zaun des Bruno-Plache-Stadions feierte, ließ ihn noch mehr strahlen. „Eine coole Sache“, findet er.
Versprechen für die Zukunft
Der Jena-Prof verspricht sogar: „Bis ich wieder fit bin, können wir das gerne immer so machen“. Diese ungewöhnliche Form der Unterstützung zeigt, wie sehr die Spieler mit ihrer Mannschaft und den Fans verbunden sind, selbst wenn sie verletzungsbedingt nicht auf dem Platz stehen können.



