Absurde CAF-Entscheidung: VfB-Star Bilal El Khannouss wird nachträglich zum Afrika-Cup-Sieger erklärt
VfB-Star nachträglich Afrika-Cup-Sieger durch Verbandsentscheid

Verbandsentscheidung sorgt für überraschende Titelvergabe

Eine außergewöhnliche Wendung im afrikanischen Fußball: Der VfB Stuttgart-Spieler Bilal El Khannouss (21) darf sich plötzlich doch als Afrika-Cup-Sieger bezeichnen. Zwei Monate nach der finalen Niederlage Marokkos gegen den Senegal hat der Afrikanische Fußballverband (CAF) das Spielergebnis nachträglich geändert und den Gastgeber zum Turniersieger erklärt.

Chaotisches Finale mit weitreichenden Folgen

Das Endspiel des Afrika-Cups 2026 in Rabat entwickelte sich zu einem der umstrittensten Fußballspiele der jüngeren Geschichte. In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit erhielt Marokko einen höchst umstrittenen Elfmeter zugesprochen. Die Reaktion der senegalesischen Mannschaft war dramatisch: Wild protestierende Spieler verließen geschlossen den Platz und begaben sich für etwa 15 Minuten in die Kabinen.

Nach der langen Unterbrechung verschoss Marokkos Brahim Diaz (26) den Strafstoß, und der Senegal entschied das Spiel in der Verlängerung durch ein Tor von Pape Gueye (27) für sich. Doch dieser scheinbare Endstand sollte nicht das letzte Wort bleiben.

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Marokkos erfolgreiche Berufung

Die marokkanische Fußballföderation legte umgehend Einspruch gegen die Wertung des Spiels ein. Ihre Begründung: „Die Platzverweigerung der senegalesischen Mannschaft hatte erhebliche Auswirkungen auf den normalen Spielverlauf und die Leistung unserer Spieler.“ Während der Einspruch zunächst Ende Januar abgelehnt wurde, gab das Berufungsgericht des CAF nun Marokko recht.

Gemäß Artikel 84 des Verbandsregelwerks wird das Finale mit 3:0 für Marokko gewertet. Damit erhält der Gastgeber nachträglich den Afrika-Cup-Titel – und VfB-Profi Bilal El Khannouss eine unerwartete Trophäe.

Reaktionen und weitere Entwicklungen

Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß (43) zeigte sich nach der überraschenden Nachricht verhalten: „Bilal und ich haben kurz gesprochen. Auch wenn das letzte Wort noch nicht gefallen ist – viele Gewinner gibt es bei dieser Nummer nicht. Das ist schade und auch etwas unwürdig für diesen Wettbewerb.“

Der Trainer, der das chaotische Finale live verfolgt hatte, fügte hinzu: „Ich habe das Spiel damals verfolgt. Das war etwas, was ich in der Form noch nicht gesehen habe. Dass es jetzt diese Wendung gibt, passt ein Stück weit dazu.“

Die senegalesische Fußballföderation kündigte bereits an, gegen die Entscheidung vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zu ziehen. Damit bleibt der endgültige Status des Afrika-Cup-Siegers 2026 vorerst ungewiss.

Für Bilal El Khannouss bedeutet die Verbandsentscheidung eine emotionale Achterbahnfahrt: Vom Frust über die verpasste Titelchance im eigenen Land zur überraschenden Ehrung als Kontinentalmeister – wenn auch unter höchst ungewöhnlichen Umständen.

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