VfB Stuttgart: 17-Millionen-Einkauf Bouanani in der Krise - Nicht einmal im Kader gegen Leipzig
Mit Tempo und Technik sollte Badredine Bouanani (21) die Fans des VfB Stuttgart begeistern. Doch statt seines vielversprechenden Potenzials entwickelt der algerische Flügelspieler in der schwäbischen Metropole bislang vor allem Frust. Die bittere Bilanz des 17-Millionen-Euro-Einkaufs, der im vergangenen Sommer auf den letzten Drücker vom OGC Nizza verpflichtet wurde, spricht eine deutliche Sprache: Zwölf Ligaspiele, kein Tor, keine Vorlage. Einzig in der Europa League konnte Bouanani mit zwei Treffern und einem Torvorlage bislang überzeugen – viel zu wenig für den drittteuersten Transfer der gesamten Vereinsgeschichte!
Neuer Tiefpunkt: Bouanani fehlt gegen Leipzig im Kader
Am vergangenen Wochenende erreichte die Beziehung zwischen dem VfB Stuttgart und seinem Super-Dribbler einen neuen Tiefpunkt. Im Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig (1:0) stand Bouanani zum ersten Mal in dieser Saison nicht einmal im Spielerkader. Hintergrund dieser Entscheidung: Nach Informationen der BILD-Zeitung hatte das Flügel-Ass unter der Woche mit Adduktorenproblemen zu kämpfen und konnte nicht alle Trainingseinheiten vollständig absolvieren. Dieser Umstand ändert jedoch nichts daran, dass Bouanani auch in fittem Zustand viel zu selten Eigenwerbung betreiben konnte, wenn er tatsächlich zum Einsatz kam.
Seltsames Verhalten sorgt für Verwunderung
Und auch als Bankdrücker ist Bouanani nicht immer voll bei der Sache. Ein kurioser Vorfall ereignete sich kürzlich beim Auswärtsspiel in Mainz (2:2). Nachdem der VfB in der ersten Halbzeit ein Gegentor kassiert hatte und die Kollegen frustriert über den Platz trotteten, scherzte der Algerier auf dem Rückweg vom Aufwärmen mit den Mainzer Ersatzspielern. Dieses seltsame Benehmen von Bouanani hat beim VfB Stuttgart intern für große Verwunderung gesorgt und wirft Fragen über seine professionelle Einstellung auf.
Trainingseifer reicht nicht für Stammplatz
Immerhin gibt Bouanani im Training weiterhin Vollgas und lässt sich nicht hängen. Trotzdem setzt Trainer Sebastian Hoeneß (43) inmitten der anstrengenden Englischen Wochen meist auf sein bewährtes Stammpersonal auf den Flügeln: Chris Führich (28), Jamie Leweling (25) und Tiago Tomás (23). Im erbitterten Kampf um einen begehrten Platz in der Champions League will Hoeneß konsequent auf formstärkere Spieler setzen – eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung angesichts der aktuellen Tabellensituation.
Jetzt ist Bouanani selbst gefragt, schnellstmöglich in die Spur zu kommen und sich im täglichen Training so nachhaltig aufzudrängen, dass sein Trainer umdenken muss. Die anstehenden Spiele werden zeigen, ob der 21-Jährige die Erwartungen, die in ihn als drittteuersten Transfer der VfB-Geschichte gesetzt wurden, doch noch erfüllen kann oder ob sich die Investition als Fehlkalkulation erweisen wird.



