VfB Stuttgart nach Porto-Pleite: Droht in dieser Woche der komplette Saison-Kollaps?
Stuttgart – Macht diese eine Woche aus einer überragenden Saison plötzlich nur noch eine durchschnittliche Spielzeit? Der VfB Stuttgart steht in den kommenden sechs Tagen vor den absolut entscheidenden Partien dieser gesamten Saison. Nach der unnötigen und bitteren Pleite im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Porto mit 1:2 droht dem schwäbischen Traditionsverein bereits das vorzeitige Aus im europäischen Wettbewerb.
Doppelbelastung in Liga und Europa
Gleichzeitig steht Stuttgart in der Bundesliga im erbitterten Kampf um den vierten Platz und damit die begehrte Champions-League-Qualifikation massiv unter Druck. Im direkten Duell mit dem Verfolger RB Leipzig benötigt die Hoeneß-Elf am Sonntag dringend einen Heimsieg, um nicht innerhalb weniger Tage fast alles zu verspielen, was in dieser Saison mühsam aufgebaut wurde.
Dabei sah die Ausgangslage in der Bundesliga noch vor kurzem deutlich besser aus. Vor dem abgelaufenen Spieltag stand der Pokalsieger punktgleich mit den Drittplatzierten von der TSG Hoffenheim auf Rang vier mit jeweils 46 Punkten, ganze zwei Punkte vor dem RB Leipzig. Nach dem enttäuschenden 2:2 beim Tabellenletzten Mainz 05 in der vergangenen Woche haben nun die Leipziger mit 47 Punkten zu den Stuttgartern aufgeschlossen.
Undavs Champions-League-Ziel in Gefahr
Stürmer Deniz Undav hatte erst vor zwei Wochen öffentlich verkündet, dass er mit dem VfB Stuttgart unbedingt die Champions League erreichen wolle. Für dieses ambitionierte Ziel muss Stuttgart am Sonntag Leipzig wieder auf deutlichen Abstand halten – und sich dabei im Vergleich zur enttäuschenden Leistung gegen Porto erheblich steigern.
Diese Probleme muss der VfB dringend lösen
Wie bereits im Spiel bei Mainz unterliefen dem VfB auch gegen Porto viel zu viele individuelle Fehler in entscheidenden Momenten. Stuttgart schlug sich praktisch selbst, kassierte beide Gegentore nach bitteren Patzern in der eigenen Defensive.
Trainer Sebastian Hoeneß analysierte nach der Partie nüchtern: „Mich ärgern insbesondere diese acht Minuten in der ersten Halbzeit. In dieser kurzen Phase haben wir vorübergehend den Kopf verloren – und damit leider auch das gesamte Spiel.“
Zwar dominierte der VfB weite Teile der Begegnung und hatte viel Ballbesitz, kam jedoch nur zu einem einzigen Torerfolg. Besonders bitter: Wie schon in den letzten Spielen traf Stuttgart gegen Ende der Partie doch noch, doch der Video-Assistent hatte erneut etwas dagegen einzuwenden. Stillers vermeintlicher Ausgleich in der 72. Minute wurde wegen Abseitsstellung aberkannt.
Sportdirektor Fabian Wohlgemuth kommentierte sarkastisch: „Dass der Ball mittlerweile immer dreimal über die Linie muss, damit wir zweimal treffen dürfen, ist ja inzwischen fast schon zur Gewohnheitssache geworden.“
Was der VfB jetzt braucht
In den kommenden entscheidenden Tagen benötigt der VfB Stuttgart dringend wieder mehr Kaltschnäuzigkeit in den Schlüsselmomenten und vielleicht auch etwas mehr VAR-Glück. Gleichzeitig müssen die individuellen Fehler in der Defensive konsequent abgestellt werden.
Nur wenn beides gelingt, kann es mit der Champions-League-Qualifikation in der Bundesliga noch klappen – und vielleicht sogar mit dem geforderten Porto-Wunder im Rückspiel in der Europa League. Die kommende Woche wird zeigen, ob aus der Traumsaison doch noch ein Albtraum werden könnte.



