VfB Stuttgart triumphiert in Glasgow: Erster Schritt zum Achtelfinale geglückt
Der VfB Stuttgart hat einen entscheidenden Schritt in Richtung des ersten Europa-League-Achtelfinales seit 13 Jahren gemacht. Beim verdienten 4:1-Auswärtssieg gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow im emotional aufgeladenen Celtic Park zeigten die Schwaben Nervenstärke und Effizienz.
El Khannouss als Schlüsselspieler des Abends
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg war Bilal El Khannouss. Der marokkanische Afrika-Cup-Vizemeister erzielte in der 15. und 28. Minute die ersten beiden Treffer für den VfB und legte damit den Grundstein für den Sieg. Seine Tore dämpften früh die euphorische Stimmung der Celtic-Fans, die nur nach einem fatalen Fehlpass von VfB-Kapitän Atakan Karazor in der 21. Minute jubeln konnten. Benjamin Nygren nutzte diese Chance zum zwischenzeitlichen 1:1.
Stuttgarter Reaktion auf das Gegentor-Geschenk
Trotz dieses unglücklichen Patzers ließen sich die Schwaben nicht aus der Ruhe bringen. Ohne diesen Schnitzer hätten sie bereits vor der Pause für eine komfortablere Führung sorgen können, führten aber dennoch zur Halbzeit mit 2:1. Nach einer abgefälschten Flanke von Angelo Stiller erhöhte El Khannouss per Kopfball. Damit demonstrierte der VfB die Effizienz, die in früheren Auswärtsspielen der Europa League oft gefehlt hatte.
Weitere Tore sichern den Sieg
In der zweiten Halbzeit setzten die Stuttgarter ihren Kurs fort. Nationalspieler Jamie Leweling traf in der 57. Minute zum 3:1, als sein Schuss aus etwa 20 Metern auf dem Rasen aufsprang und über den rechten Arm des Celtic-Keepers Kasper Schmeichel hüpfte. In der Nachspielzeit krönte Tiago Tomás die Leistung mit dem 4:1. Zahlreiche enttäuschte Celtic-Fans hatten zu diesem Zeitpunkt bereits das Stadion verlassen.
Besondere Umstände und Ausblick
Das Spiel begann unter ungewöhnlichen Bedingungen: Nach wenigen Sekunden wurde es für mehrere Minuten unterbrochen, weil Celtic-Fans Tennisbälle auf den Rasen warfen. Der VfB ließ sich davon nicht beeindrucken und überzeugte mit einer disziplinierten Leistung. Für das Rückspiel am kommenden Donnerstag muss die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß jedoch auf Abwehrchef Jeff Chabot verzichten, der gelbgesperrt ist.
Im Falle des Weiterkommens würde der DFB-Pokalsieger auf den FC Porto oder Sporting Braga aus Portugal treffen. Der SC Freiburg als zweiter Bundesliga-Vertreter hatte sich bereits direkt für die Runde der besten 16 qualifiziert. Mit diesem Sieg haben die Schwaben ihre Chancen auf das Achtelfinale deutlich verbessert und zeigen, dass sie in dieser Saison eine ernstzunehmende Kraft im europäischen Fußball sind.



