Völschow beendet Negativserie mit 5:2-Sieg gegen Teetzleben
Nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge konnten die Fußballer von Sturmvogel Völschow am 16. Spieltag der Kreisoberliga Mecklenburgische Seenplatte Staffel I endlich wieder gewinnen. Gegen Grün-Weiß Teetzleben siegten die Sturmvögel hochverdient mit 5:2 (3:0).
Weichen werden in der ersten Halbzeit auf Sieg gestellt
„Ausschlaggebend war eine Topleistung in der ersten Spielhälfte. Die Mannschaft hat hervorragend gekämpft und fand schnell zu einer spielerischen Linie“, bilanzierte Völschows Trainer Henry Ahrendt. „Die Chancenverwertung ließ allerdings zu wünschen übrig. Dass der klare 3:0-Halbzeitvorsprung dann in Gefahr geriet, lag einerseits an einer deutlichen Leistungssteigerung Teetzlebens, zum anderen an unserer eigenen Übervorsichtigkeit.“
Völschow startete mit einer gewissen Nervosität ins Spiel, die sich aber schnell legte. Bereits nach 15 Minuten fiel der Führungstreffer. Markus Olm scheiterte am stark reagierenden Gäste-Torwart, im Nachsetzen traf Nick Rupp zum 1:0 für den Tabellensiebten. In der 22. Minute vollzog Olm nach Zuspiel von Niklas Boll einen kurzen Körperschwenk und erhöhte auf 2:0. Die Sturmvögel gestatteten dem Gegner keine Raumgewinne und verpassten es in der 28. Minute zu erhöhen, als Julius Hoeft einen Elfmeter über die Latte schoss. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff passte Rupp nach gewonnenem Zweikampf auf Olm, der zum 3:0-Halbzeitstand abschloss.
Teetzleben kommt heran
Nach zwei vergebenen Abschlüssen zu Beginn der zweiten Spielhälfte zog Teetzleben das Spiel an sich. Eine Rettungstat von Ron Dettmann auf der eigenen Torlinie und mehrere starke Paraden von Torwart Finn-Niklas Stöwesand hielten die Null für Völschow fest. In der 64. Minute verkürzte Justin Zunker dann jedoch für die Gäste auf 1:3 und nur sieben Minuten später schien das Spiel zu kippen, Jerome Steinke brachte Teetzleben auf 2:3 heran.
Zu Beginn der Schlussviertelstunde flog ein Teetzlebener Spieler nach einer rüden Attacke gegen Volschow-Torwart Stöwesand mit der Roten Karte vom Platz, dann verpasste Olm mit einem Pfostenschuss die (Vor-)Entscheidung. Drei Minuten vor dem Abpfiff traf Max Schillack zum 4:2 und in der Nachspielzeit sorgte Niklas Boll für den 5:2-Endstand. „Nach dem Anschlusstreffer des Gegners zeigten die Spieler hohe Moral und kämpften sich zurück. Allerdings ließ die fahrlässige Chancenverwertung in der Schlussphase erneut meine Haare zu Berge stehen“, so Ahrendt.
Sturmvogel Völschow spielte mit: Stöwesand - Dettmann, Krüger, Lentzko, Strack, Salomon, Rupp (85. Herrmann), Hoeft (39. Schillack/90. Nast), Boll, Gamradt, Olm
Deutlicher Heimsieg für Sarow
Mit einem deutlichen 4:0 (2:0)-Erfolg schickten die Fußballer von Traktor Sarow den Tabellenzweiten aus Malchin nach Hause. In einer einseitigen Partie ließen die Hausherren von Beginn an keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Es war der erhoffte und dringend benötigte Befreiungsschlag für die Traktor-Elf.
Dabei waren die Vorzeichen für beide Teams personell schwierig. Die Wechselbänke waren mit jeweils nur einem Ergänzungsspieler äußerst spärlich besetzt. Während die Sarower schmerzlich auf Kapitän Gunnar Kellmann und Fabrice Stepenow in der Defensive verzichten mussten, wog beim FSV Malchin II das Fehlen von Toptorjäger Hannes Jähnke (18 Saisontore) besonders im Angriffsspiel schwer.
Giermann schießt Traktor in Führung
Traktor agierte vom Anpfiff hingegen bissig, laufbereit und zwang dem Gegner das eigene Spiel auf. In der 31. Minute belohnten sich die Sarower: Paul Giermann traf aus halblinker Position im Strafraum zum 1:0 – sein zehntes Tor in dieser Spielzeit. Kurz vor der Pause erhöhte Danilo Kellmann nach einem mustergültigen Angriff auf 2:0 (42.).
Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Traktor das Geschehen weiter. In der 57. Minute schwächten sich die Gäste zudem selbst: FSV-II-Keeper Richard Holst nahm den Ball weit außerhalb des Strafraums mit der Hand auf. Schiedsrichter Frank Schubert blieb keine Wahl – er musste die Rote Karte zücken. Für die Schlussphase rückte Kevin Markus zwischen die Pfosten der Malchiner. Er musste bereits acht Minuten später hinter sich greifen, als ein krummes Ding von Mathis Hahn (65.) zum 3:0 einschlug.
Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. In Unterzahl fehlten der Landesliga-Reserve aus Malchin an diesem Tag die spielerischen Mittel, um Sarow noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der Schlussphase vergab der Tabellenzehnte durch einige Ungenauigkeiten sogar ein noch höheres Resultat. Mit etwas mehr Übersicht wäre mehr möglich gewesen als nur der Treffer von Atanas Siderov, der in der 85. Minute den 4:0-Endstand markierte.
Traktor Sarow spielte mit: Jentze – Lange, D. Kellmann, Garz, E. Groth (75. Baumgardt), E. Giermann, Pook, John, Siderov, P. Giermann, Hahn
Demmin ohne Probleme in Chemnitz
Nichts anbrennen ließ dagegen Spitzenreiter Demminer SV 91. Die Peenestädter feierten bei Schlusslicht SV 1950 Chemnitz einen ungefährdeten Auswärtssieg. Ben Teske (39.) sowie Justin Möhle (76., 90.+1) erzielten die Tore für den Tabellenführer.
Demminer SV 91 spielte mit: Duggert - Stolpmann, Möhle, L. Ott, Ahlgrimm (87. T. Teske), Bräuer, P. Beese, B. Teske (59. Marzak), Radowsky, Semlow, Kühl



