Kevin Vogts bittere Rückkehr: Vom gefeierten Comeback zum Tribünenplatz
In Düsseldorf droht Kevin Vogt erneut der Platz auf der Tribüne. Für den 34-jährigen Innenverteidiger des VfL Bochum scheint sich kein Weg zurück ins Team zu finden, obwohl er nach monatelanger Verletzungspause wieder vollständig fit ist.
Vom Hoffnungsträger zum Zuschauer
Noch im Sommer 2025 wurde die Rückkehr von Kevin Vogt zu „seinem“ VfL Bochum euphorisch gefeiert. Der Verteidiger, der bereits ab 2004 in der Jugend des Klubs spielte und 2009 sein Profi-Debüt feierte, unterschrieb einen Vertrag bis 2027. Doch knapp sieben Monate später hat sich die Stimmung komplett gedreht.
Was als triumphale Heimkehr begann, entwickelte sich schnell zum persönlichen Desaster für den erfahrenen Defensivspieler. Zwar stand Vogt in den ersten sieben Ligaspielen der Saison noch gesetzt auf dem Platz, doch er konnte den katastrophalen Start des VfL nicht verhindern – nur ein Sieg bei sechs Niederlagen belastete die Bilanz.
Verletzung zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt
Das maximale Pech für Vogt: Knieprobleme und eine notwendige Operation zwangen ihn ab Oktober 2025 zur Pause. Genau in dieser Zeit jedoch gelang dem Ruhrgebietsklub unter neuem Trainer Uwe Rösler der ersehnte Umschwung.
In den folgenden 16 Spielen erlebte Bochum eine beeindruckende Aufholjagd: Nur zwei Niederlagen bei mehreren Siegen katapultierten das Team aus der Abstiegszone ins gesicherte Mittelfeld der 2. Bundesliga. Auf Vogts Position etablierten sich währenddessen Noah Loosli und Philipp Strompf als zuverlässige Defensivpartner.
Fit, aber ohne Perspektive
Obwohl Kevin Vogt inzwischen wieder vollständig genesen ist und sogar am Türkei-Trainingslager teilnahm, muss der Ex-Bundesliga-Profi weiter auf sein Comeback warten. Mit 353 Einsätzen für Vereine wie Hoffenheim und Union Berlin bringt er zwar reichlich Erfahrung mit, doch aktuell scheint für ihn kein Platz im erfolgreichen Bochumer Team zu sein.
Trainer Uwe Rösler äußerte sich gegenüber Medienanfragen deutlich: „Ich muss die Leistung sehen, die die Jungs gebracht haben, in der Zeit, in der er nicht da war. Loosli ist gesetzt, er harmoniert gut mit Strompf. Auch Erhan Masovic hat eine sehr ordentliche Leistung gebracht. Die Konkurrenz ist groß.“
Keine Chance gegen Düsseldorf
Lediglich gegen Nürnberg fand Vogt kurzzeitig wieder den Weg auf die Ersatzbank – allerdings nur, weil Stammspieler Strompf gesperrt fehlte. Für das anstehende Auswärtsspiel in Düsseldorf am Freitagabend (18:30 Uhr, Sky) gilt ein Einsatz des Verteidigers als nahezu ausgeschlossen.
Die Worte von Trainer Rösler lassen nicht erkennen, dass sich an Vogts Rolle als Bankdrücker in absehbarer Zeit etwas ändern könnte. Für den einstigen Hoffnungsträger bedeutet dies eine bittere Erkenntnis: Trotz Vertrag bis 2027 und voller Fitness bleibt ihm vorerst nur die Rolle des Zuschauers bei einem Team, das gerade seine erfolgreichste Phase der Saison erlebt.



