Wagner: Kompany ist Vorbild – Aus Fehlern gelernt
Wagner: Kompany ist Vorbild – Aus Fehlern gelernt

Sandro Wagner ist für klare Worte bekannt. Doch ein spezieller Satz über den FC Bayern beschäftigt ihn noch heute. Rückblickend verrät er, aus seinen Fehlern gelernt zu haben – und nimmt sich dabei einen aktuellen FCB-Protagonisten zum Vorbild.

Knapp fünf Monate nach seinem Aus als Trainer beim FC Augsburg schlägt der 38-Jährige nun deutlich reflektiertere Töne an. Im Fokus steht dabei eine brisante Aussage nach der knappen 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern aus dem August 2025. Wagner hatte damals kurz nach Abpfiff erklärt, er sehe sein Team „auf keiner Position im ganzen Verein“ qualitativ schlechter aufgestellt als den Rekordmeister.

Wagner mit Einsicht: „Hab mich locken lassen“

Rückblickend bewertet Wagner diesen Moment heute völlig anders. „Das war zehn Minuten nach Spielende, wir waren knapp dran, ein 3:3 zu holen. Ich war noch total emotional“, erklärte er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Er gibt offen zu: „Die Frage war ein wenig provokativ gestellt, und dann hab’ ich mich locken lassen.“ Für Wagner war dieser verbale Ausritt ein entscheidender Wendepunkt in seiner persönlichen Entwicklung als Führungsperson. Er bezeichnet den Vorfall heute als ein „Riesen-Learning“.

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FC Bayern: Kompany dient Wagner als Vorbild

Interessant: Gefragt nach seiner neuen Herangehensweise nennt Wagner ausgerechnet einen Mann als Leitbild, der heute bei seinem Ex-Klub an der Seitenlinie steht. „Vincent Kompany ist in dieser Hinsicht ein großes Vorbild“, betonte Wagner. Der Belgier beherrsche es wie kaum ein anderer, „sich nicht angreifbar zu machen“. Wagner hat für sich die Lehre gezogen, dass er in Zukunft „einen Tick reflektierter, einen Tick ruhiger“ agieren müsse, um den Fokus auf dem Inhalt zu behalten, statt Kritikern unnötiges „Futter“ zu liefern.

„Wird mir nicht mehr passieren“

Wagner gibt zu, dass ihm damals der entscheidende Halbsatz fehlte – nämlich die Klarstellung, dass die Bayern „in einer anderen Dimension“ agieren. Zwar will er auch künftig ein Trainer sein, der Ambitionen zeigt und sich nicht „freiwillig ergibt“, doch die Art der Kommunikation soll sich grundlegend ändern. „So was wird mir nicht mehr passieren“, stellte Wagner klar.

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