Warnstreik im Nahverkehr: So kommen Sportfans trotzdem zu ihren Events
Warnstreik: So kommen Sportfans zu ihren Events

Warnstreik im Nahverkehr: So kommen Sportfans trotzdem zu ihren Events

Der bundesweite Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stellt nicht nur Pendler, sondern auch zahlreiche Sportfans vor erhebliche logistische Herausforderungen. Besonders betroffen sind Besucher von Fußballspielen der Bundesliga sowie anderer Sportveranstaltungen an diesem Wochenende. Die Streiks betreffen Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in fast allen Bundesländern, was zu erheblichen Engpässen bei der An- und Abreise führen wird.

Besonders kritische Situation in Dortmund

In Dortmund spitzt sich die Lage besonders zu. Mehr als 80.000 Zuschauer werden zum Topspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am Samstagabend erwartet. Parallel finden in der nahegelegenen Helmut-Körnig-Halle die Leichtathletik-Hallenmeisterschaften und in der Westfallenhalle ein großes Techno-Event statt. Zusätzlich verschärft wird die Situation durch eine vollständige Sperrung der Autobahn 2 zwischen Dortmund-Nordwest und Dortmund-Nordost.

Empfehlungen der Vereine für betroffene Fans

Die betroffenen Sportvereine haben bereits konkrete Empfehlungen für ihre Fans ausgesprochen:

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  • Das letzte Stück zum Stadion möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen
  • Bei Anreise mit dem Auto frühzeitig starten und auf weiter entfernte Parkflächen ausweichen
  • Für die Abreise mehr Zeit einplanen und Geduld bewahren

Die Borussia Dortmund rät ausdrücklich: „Habt keine Eile beim Verlassen des Stadions, bewahrt Ruhe, kalkuliert auch längere Warte- und Verweilzeiten mit ein.“

Kreative Lösungen und lokale Ausnahmen

Einige Städte und Vereine bieten innovative Lösungen an. Die Stadtwerke Augsburg stellen Fans am Freitag kostenlos etwa 940 Leihfahrräder zur Verfügung, sofern diese über die Handy-App gebucht werden. In Bremen wird zur Bildung von Fahrgemeinschaften aufgerufen, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

In Mönchengladbach sollen zumindest die Shuttle-Busse von den Hauptbahnhöfen zum Stadion und zurück wie gewohnt verkehren. In Kaiserslautern endet der Streik sogar bereits vor der Zweitliga-Partie des FCK gegen den SC Paderborn, sodass sich die Anreise zum Betzenberg nicht schwieriger gestaltet als üblich.

Weitere betroffene Sportveranstaltungen

Neben den Fußballspielen sind auch andere Sportevents von den Verkehrseinschränkungen betroffen:

  • In Augsburg tritt heute Abend neben dem Fußball-Erstligisten auch der Eishockeyverein Panther zum Lokalduell gegen den EHC Red Bull München an
  • In Köln bestreiten die Haien ihr Eishockeyspiel gegen den ERC Ingolstadt
  • Der Fußball-Drittligist Viktoria Köln empfängt am Samstag den VfB Stuttgart II

Während die Eishockeyarenen in Augsburg und Köln vergleichsweise zentral und in Bahnhofsnähe liegen, gestaltet sich die Anreise zum Stadion von Viktoria Köln deutlich schwieriger.

Langfristige Auswirkungen und Vorbereitungen

Der aktuelle Warnstreik ist bereits der zweite bundesweite ÖPNV-Streik innerhalb eines Monats. Anfang des Monats war der öffentliche Nahverkehr in großen Teilen Deutschlands bereits nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Die wiederholten Streiks zwingen Sportveranstalter und Fans gleichermaßen, sich auf alternative Mobilitätskonzepte einzustellen und flexiblere Anreiseplanungen zu entwickeln.

Für Auswärtsfans, die mit dem Fernzug in andere Städte reisen, stellt sich zusätzlich die Herausforderung, wie sie vom jeweiligen Bahnhof aus weiter zum Stadion gelangen. Hier empfehlen sich neben Fahrrädern und Fahrgemeinschaften auch E-Scooter oder Taxidienste, wobei mit erhöhter Nachfrage und entsprechenden Wartezeiten gerechnet werden muss.

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