Nissan Qashqai im TÜV-Check: Warum ältere Modelle zum Sicherheitsrisiko werden
Nissan Qashqai: Ältere Modelle laut TÜV-Report riskant

Nissan Qashqai im TÜV-Report: Warum ältere Modelle zum Sicherheitsrisiko werden

Der Nissan Qashqai zählt nach wie vor zu den gefragtesten kompakten SUV auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Der aktuelle TÜV-Report legt nun detailliert die Stärken und Schwächen der verschiedenen Generationen offen und zeigt, warum insbesondere ältere Modelle im Laufe der Zeit zu einem Sicherheitsrisiko werden können.

Die zweite Generation: Qashqai J11 (2014-2021)

Das spricht für ihn: Die zweite Generation des Nissan Qashqai überzeugt mit einem zeitgemäßen Design, einem fairen Preisniveau und praktischem Raumangebot. Der Kofferraum bietet 430 Liter Volumen, das sich bei umgeklappter Rücksitzbank auf beachtliche 1585 Liter erweitert. Mit einer Länge von 4,37 Metern bleibt das Fahrzeug dennoch kompakt genug für den Stadtverkehr.

Die Antriebsoptionen: Der Anteil an Allradmodellen ist gering, diese waren ausschließlich mit 130- oder 150-PS-Dieselmotoren erhältlich. Letzterer verfügt über eine Anhängelast von bis zu zwei Tonnen. Nach einem Facelift im Jahr 2017 präsentierte sich die Baureihe optisch und technisch verfeinert.

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Das kann er: Die zweite Generation zeigt sich sparsamer und dynamischer als ihr Vorgänger. Besonders empfehlenswert ist der 160-PS-Benziner, der im Alltagsbetrieb einen Verbrauch von etwa 7,3 Litern aufweist. Der 150-PS-Diesel bleibt unter sieben Litern und erfüllt bereits die Abgasnorm Euro 6d-temp.

Das macht Ärger: Der TÜV-Report identifiziert mehrere Schwachstellen. Dazu zählen Windgeräusche an den Türen und vereinzelt auftretende Lackabplatzungen. Zudem gab es in der Vergangenheit mehrere Rückrufaktionen, die unter anderem Antriebsausfälle, Probleme mit der Kindersicherung, potenzielle Brandgefahr, Softwareupdates und den Notbremsassistenten betrafen. In einem Dauertest erhielt ein Dieselmodell die Note 2, und der ADAC kritisiert die eher schwachen 12-Volt-Batterien.

Die erste Generation: Qashqai J10 (2007-2013)

Das spricht für ihn: Als eines der ersten kompakten SUV hat der Ur-Qashqai mit seiner zeitlosen Formgebung noch immer viele Anhänger. Seit 2008 war auch eine um 21 Zentimeter verlängerte Siebensitzer-Variante als Qashqai +2 erhältlich, die etwa zehn Prozent des Angebots ausmacht. Ein Facelift im Jahr 2010 brachte optische und technische Verbesserungen.

Das kann er: Der erste Qashqai überzeugt durch seine Handlichkeit und eine Anhängelast von bis zu 1,8 Tonnen. Das Motorenangebot umfasste zwei Benziner mit 114 bzw. 141 PS sowie drei Dieselvarianten mit 103 bis 150 PS. Während die kleineren Motoren als kraftlos gelten, zeigen sich die größeren Einheiten als durstig. Ein praktischer Tipp: Der 130-PS-Diesel verbraucht im Alltag nur etwa 6,5 Liter.

Das macht Ärger: Ein Dauertest aus dem Jahr 2009 bewertete einen 2.0-Benziner mit der Note 3+. Kritisiert wurden undichte Stoßdämpfer und Rostansätze am Unterboden. Beim 1.5-dCi-Dieselmotor kam es vereinzelt zu schwerwiegenden Motorschäden durch abreißende Pleuelstangen. Auch bei dieser Generation gab es Rückrufaktionen, die unter anderem die Lenkung betrafen.

Fazit: Attraktiv, aber mit Altersschwächen

Der Nissan Qashqai bleibt mit seiner modischen Optik und fairen Preisen ein interessantes Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Allerdings offenbart der TÜV-Report, dass beide Generationen im Alter signifikante Schwächen entwickeln. Besonders betroffen sind die Bereiche Lenkung, Bremsanlage und Achsaufhängung. Die Laufleistungen fallen eher unterdurchschnittlich aus.

Eine gründliche Untersuchung des Fahrzeugunterbodens ist daher bei der Besichtigung eines gebrauchten Qashqai absolut unerlässlich. Potenzielle Käufer sollten sich der altersbedingten Risiken bewusst sein und das Fahrzeug vor dem Kauf unbedingt von einer Fachwerkstatt überprüfen lassen.

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