Nächster Schock für Werder Bremen: Felix Agu verletzt
Die Situation bei Werder Bremen wird von Woche zu Woche dramatischer. Nach dem Absturz auf Platz 17 in der Bundesliga und der anhaltenden Unzufriedenheit der Fans muss der Verein nun die nächste Hiobsbotschaft verkraften. Verteidiger Felix Agu (26) fällt vorerst aus und stellt Trainer Daniel Thioune vor weitere personelle Probleme.
Verletzung beim Aufwärmen vor St.-Pauli-Spiel
Der Deutsch-Nigerianer zog sich beim Aufwärmen vor der 1:2-Pleite gegen den FC St. Pauli eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zu. Das teilte Werder Bremen am Montagnachmittag offiziell mit. Agu konnte daraufhin nicht am Spiel teilnehmen und musste bereits vor Anpfiff passen.
Wie lange der Außenverteidiger fehlen wird, ist noch unklar. Bei einem schweren Verlauf der Verletzung könnte die Ausfallzeit jedoch bis zu acht Wochen betragen. Für Werder Bremen kommt dieser Ausfall zur denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da sich das Team ohnehin in einer schwierigen sportlichen Phase befindet.
Thioune beendet Live-Interview sofort
Ein kurioser Zufall begleitete die Verletzung: Während Trainer Daniel Thioune (51) ein Live-Interview beim Sender DAZN gab, geschah das Unglück auf dem Platz. Als der Werder-Coach von Agus Verletzung erfuhr, beendete er das Gespräch sofort und folgte dem Spieler in die Kabine, um sich persönlich nach seinem Zustand zu erkundigen.
„In der Situation, in der wir uns gerade befinden, wiegt jeder Ausfall nochmal schwerer“, erklärte Thioune später. „Felix hatte sich gerade erst von seiner Sprunggelenksverletzung zurückgemeldet. Wir hoffen, dass er uns schnellstmöglich wieder zur Verfügung steht.“
Bitterer Rückschlag für Agu persönlich
Vor allem für Felix Agu selbst ist die neue Verletzung ein enormer Rückschlag. Der ehemalige Osnabrücker Spieler war erst vor kurzer Zeit von einer monatelangen Pause zurückgekehrt, nachdem er sich einen Syndesmosebandriss zugezogen hatte. Jetzt muss der 26-Jährige erneut pausieren, genau zu dem Zeitpunkt, als er sich zurück in die Mannschaft kämpfen wollte.
Die Verletzungsserie bei Werder Bremen zeigt einmal mehr, wie fragil der Kader aktuell aufgestellt ist. Während die Mannschaft in der Tabelle auf Platz 17 abgerutscht ist und die Fans ihre Unzufriedenheit deutlich zeigen, kommen nun auch noch personelle Engpässe hinzu. Trainer Thioune muss in den kommenden Wochen kreative Lösungen finden, um das Defizit in der Abwehr zu kompensieren.
Die nächsten Spiele werden zeigen, wie Werder Bremen mit dieser weiteren Herausforderung umgeht. Fest steht: Die Rückrunde der Bundesliga-Saison wird für die Bremer zu einer wahren Bewährungsprobe.



