Werder Bremen: Chef schließt Krisen-Camp nicht aus – Braucht es ein Not-Trainingslager?
Die Situation bei Werder Bremen bleibt angespannt. Die Mannschaft hat seit 13 aufeinanderfolgenden Spielen keinen Sieg mehr errungen. Weder der Trainerwechsel von Horst Steffen, der in zehn Spielen sieglos blieb, noch die Übernahme durch Daniel Thioune, der bisher drei Partien ohne Erfolg bestritt, konnten die erhoffte Wende bringen. In solchen Phasen wird oft über ein Kurztrainingslager als mögliche Lösung nachgedacht.
Ein Krisen-Camp als möglicher Ausweg
Ein solches Camp, bei dem die Spieler für mehrere Tage in einem anderen Umfeld trainieren, soll den Teamgeist stärken und dem neuen Trainer bessere Möglichkeiten bieten, sich mit der Mannschaft zu vernetzen. Bislang hat Werder Bremen diese Option jedoch abgelehnt. Profi-Chef Peter Niemeyer (42) äußerte sich gegenüber BILD dazu: „Ich will das für die Zukunft nicht ausschließen. Aber für mich ist jetzt noch nicht der Moment dafür.“
Die Idee eines Not-Trainingslagers ist nicht neu. Im Jahr 2021 quartierte sich Werder Bremen im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen ein, kurz vor dem letzten Saisonspiel gegen Gladbach. Dieses Camp konnte den Abstieg jedoch nicht verhindern. Zuletzt absolvierte Zweitligist Eintracht Braunschweig Mitte Februar ein ähnliches Camp in Harsewinkel (Nordrhein-Westfalen).
Warum ein Camp aktuell kein Thema ist
Niemeyer erklärt die aktuelle Ablehnung: „Trainer und Mannschaft sind bei uns in einem engen und guten Austausch. Der Trainer kommuniziert viel mit den Spielern und die Spieler untereinander ebenfalls. Daher wäre es für mich jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.“ Diese enge Kommunikation soll offenbar ausreichen, um die Krise zu bewältigen, ohne auf externe Maßnahmen zurückzugreifen.
Dennoch bleibt die Frage: Braucht Werder Bremen ein Krisen-Camp für die Rettung? Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass ein solches Lager keine Garantie für Erfolg bietet. Die Mannschaft muss interne Lösungen finden, um aus der anhaltenden Sieglosigkeit auszubrechen. Kapitän Marco Friedl (27) und seine Kollegen stehen vor einer großen Herausforderung, die nur durch gemeinsame Anstrengungen und vielleicht doch noch unkonventionelle Wege überwunden werden kann.



