Werder Bremen bangt um Offensiv-Star Samuel Mbangula nach Oberschenkel-Verletzung
Als hätte Werder Bremen nicht schon genug Sorgen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga! In einer intensiven Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste der 21-jährige Offensivspieler Samuel Mbangula vorzeitig aufgeben. Der Belgier, der im Sommer für eine Ablösesumme von rund 10 Millionen Euro verpflichtet wurde, klagte über starke Schmerzen im rechten Oberschenkel und brach die Übungseinheit nach etwa eineinhalb Stunden ab.
Dramatische Szenen auf dem Trainingsplatz
Nach dem Trainingsabbruch verbrachte Mbangula zunächst etwa 30 Minuten in einem Golf-Cart, wobei sein rechter Oberschenkel bandagiert war. Mehrere Mitspieler, darunter Isaac Schmidt, erkundigten sich besorgt nach dem Zustand des Offensivspielers. Anschließend wurde Mbangula im Cart Richtung Kabine gefahren, wo er einer ersten medizinischen Untersuchung unterzogen wurde.
Eine genaue Diagnose steht jedoch noch aus. Erst nach einer für Donnerstag geplanten Magnetresonanztomographie (MRT) werden die Ärzte von Werder Bremen das genaue Ausmaß der Verletzung beurteilen können. Dies kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da Werder am Samstag (15.30 Uhr, Sky) im wichtigen Abstiegsduell gegen den 1. FC Heidenheim dringend auf die Offensivqualitäten des Belgiers angewiesen wäre.
Unverzichtbarer Spieler in der Offensive
Für das Bremer Offensivspiel ist Samuel Mbangula aufgrund seiner individuellen Qualitäten nahezu unverzichtbar. Beim 1:2 bei St. Pauli hatte er mit einem spektakulären Sprint den zwischenzeitlichen Ausgleich eingeleitet. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass er durch fehlerhaftes Stellungsspiel den Siegtreffer der Hamburger begünstigte.
Die Frage stellt sich nun: Wer, wenn nicht Mbangula, könnte gegen den Tabellenletzten Heidenheim für die dringend benötigten Offensivimpulse sorgen? Die Alternativen sind begrenzt: Keke Topp tritt aufgrund eines Infekts aktuell kürzer, und Innenverteidiger Niklas Stark arbeitete nach seinem ersten Saisoneinsatz über 90 Minuten lediglich in den Katakomben des Weserstadions – offenbar zur Belastungssteuerung.
Kritischer Zeitpunkt für die Grün-Weißen
Trainer Daniel Thioune (51) hatte seine Profis an diesem Mittwochvormittag satte zwei Stunden trainieren lassen – eine intensive Einheit in einer ohnehin schon angespannten Phase der Saison. Der mögliche Ausfall von Mbangula würde die personellen Probleme des abstiegsbedrohten Bundesligisten weiter verschärfen und die taktischen Optionen des Trainers erheblich einschränken.
Die kommenden Stunden bis zur MRT-Untersuchung werden für alle Beteiligten mit großer Spannung erwartet. Sollte sich der Verdacht auf eine ernsthafte Verletzung bestätigen, wäre dies ein weiterer schwerer Rückschlag für Werder Bremen im Kampf um den Klassenerhalt.



