Werder Bremen signalisiert Entgegenkommen bei Kownacki-Ablöse
Die Zukunft von Dawid Kownacki bei Hertha Berlin wird zunehmend konkreter. Der 29-jährige polnische Stürmer ist aktuell von Werder Bremen an die Hauptstädter ausgeliehen, doch die Bremer planen laut Informationen der BILD nicht mit dem Offensivspieler für die kommende Bundesliga-Saison.
Transfer-Klausel mit Aufstiegsbedingung
Der ursprüngliche Leihdeal zwischen Werder Bremen und Hertha Berlin sah vor: Zunächst zahlte Hertha 500.000 Euro Leihgebühr für Kownacki. Sollte der Stürmer die Berliner zum Aufstieg schießen, würde sich sein Vertrag automatisch bis 2029 verlängern und Hertha müsste drei Millionen Euro Ablöse an Bremen überweisen. Ohne den ersehnten Aufstieg in die Bundesliga ist die Ablösesumme jedoch frei verhandelbar – und genau hier kommt nun Bewegung in die Angelegenheit.
Werder Bremen zeigt sich kompromissbereit
Die Bremer haben signalisiert, dass sie bei einer möglichen Transfer-Ablöse für Kownacki entgegenkommen wollen. Hintergrund ist der Wunsch, zu verhindern, dass der Stürmer seinen gutdotierten Vertrag in Bremen, der noch bis 2027 läuft, einfach absitzt. Sollte Werder Bremen am Ende der Saison tatsächlich absteigen, dürfte auch Trainer Daniel Thioune den Verein verlassen – der letzte Befürworter Kownackis bei den Hanseaten.
Thioune hatte den Polen bereits in der Saison 2024/25 beim damaligen Verein Fortuna Düsseldorf trainiert, wo Kownacki unter seiner Anleitung 13 Tore erzielte. Für Hertha Berlin könnte sich dadurch eine echte Chance ergeben, den Stürmer dauerhaft zu verpflichten.
Marktwert im Sinkflug
Beim jüngsten Transfermarkt-Update gehörte Dawid Kownacki zu den größten Verlierern im Hertha-Kader. Sein Marktwert sank innerhalb kurzer Zeit von 2,5 Millionen Euro auf nur noch 1,7 Millionen Euro. Experten gehen davon aus, dass Werder Bremen den Stürmer bereits für etwa eine gute Million Euro abgeben würde – ein Preis, den die Berliner durchaus noch weiter drücken könnten.
Durchwachsene Saison mit persönlichen Rückschlägen
Sportlich hat Kownacki in dieser Saison bei Hertha Berlin noch nicht voll überzeugt. Gegen VfL Bochum beendete er zwar seine Durststrecke von 105 Tagen ohne Treffer und erzielte per Strafstoß das zwischenzeitliche 1:0, doch insgesamt kommt der Pole bisher nur auf vier Saisontore. Zuvor hatte er zuletzt Ende November gegen Holstein Kiel getroffen.
Der Stürmer zählt zu den Pechvögeln dieser Hertha-Saison: In der Hinrunde fiel er wegen einer Knöchelverletzung acht Wochen aus, im Januar legte ihn eine Grippe lahm. Kaum zurück auf dem Platz, sah Kownacki beim 2:2 gegen Darmstadt wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit die Rote Karte und wurde vom DFB für drei Meisterschaftsspiele gesperrt.
Entscheidende Phase für Kownacki
Im Spiel gegen seinen Ex-Klub Fortuna Düsseldorf am Sonntag muss Dawid Kownacki nun Werbung in eigener Sache machen. Der Offensivspieler steht unter Druck, Hertha Berlin in den verbleibenden Spielen von einer festen Verpflichtung zu überzeugen. Die Berliner müssen abwägen, ob sie trotz der durchwachsenen Leistungen auf den Stürmer setzen wollen – zumal Werder Bremen bei der Ablöse deutlich entgegenkommt.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Hertha Berlin die Gunst der Stunde nutzt und den Transfer des 29-Jährigen trotz seiner wechselhaften Saisonleistungen vollzieht. Für Kownacki bedeutet dies: Er muss jetzt liefern, um seine Zukunft in der Hauptstadt zu sichern.



