Damit er schnell durchstartet: Neuer Werder-Star bringt Bruder mit
Spielmacher Chuki (22) kommt ablösefrei von Spaniens Zweitligist Real Valladolid an die Weser. Ein Auslandswechsel ist für einen jungen Profi immer ein großer Schritt – für den neuen Werder-Spanier Iván San José Cantalejo, genannt Chuki, gilt das erst recht. Bremens neue Mittelfeld-Hoffnung packt in seiner Heimatstadt Valladolid seine Sachen und zieht nach Bremen.
„Es ist schwer gewesen, Real Valladolid – den Verein meines Lebens – zu verlassen. Denn ich bin dort, in meiner Stadt, aufgewachsen, und ich werde ihnen immer unendlich dankbar sein“, sagte Chuki bei seiner Vertragsunterschrift. Der junge Offensivspieler aus der zweiten spanischen Liga weckt bei vielen Fans große Hoffnungen. In der abgelaufenen Saison erzielte er sieben Tore und bereitete acht weitere vor.
Intensive Vorbereitung auf die Bundesliga
Seit der Entscheidung für einen Werder-Wechsel Anfang Mai war Chuki bei Trainer Fran Escribá außen vor. Die letzten vier Spiele der Saison erlebte er von der Tribüne oder vor dem Fernseher. Chuki trainiert verstärkt mit einem Personal Coach – auch während seines Urlaubs in der Heimat. Denn er weiß, dass die Bundesliga körperlich beanspruchender wird als die zweite Liga in Spanien. Er will topfit bei Werder loslegen und gibt Gas, um möglichst bald durchstarten zu können.
Wichtig für die Integration: Chuki lernt intensiv Englisch, das bei Werder neben Deutsch die zweite Amtssprache ist. Zudem wird er seinen vier Jahre älteren Bruder Rubén mit nach Deutschland nehmen. Das soll das Einleben in Bremen erleichtern. Rubén hat Robotik studiert und wäre froh, in Deutschland einen passenden Job zu finden.
Chukis Rolle im Team
Den Job sucht Chuki auch – im Bremer Mittelfeld. Er ist auf den Außenbahnen, aber vor allem im Zentrum zu Hause. Im Bremer Kader ähnelt er am ehesten Romano Schmid, der es in Bremen zum WM-Fahrer mit Österreich gebracht hat. Profi-Chef Peter Niemeyer sagt über Chuki: „Wir werden ihn nicht unter Druck setzen. Chuki ist kein reiner Potenzialspieler. Aber es ist möglich, dass er eine gewisse Anlaufzeit benötigt.“ Iván San José Cantalejo tut einiges dafür, dass diese Zeit so kurz wie möglich ist.



