Werder Bremen unterliegt Bayern München deutlich
Am 14. Februar 2026 musste sich Werder Bremen im heimischen Weserstadion dem FC Bayern München mit 0:3 geschlagen geben. Trotz einer mutigen Leistung und mehr Torschüssen (14:11) als der Rekordmeister konnten die Bremer keine Punkte erringen. Diese Niederlage markiert das zwölfte sieglose Spiel in Serie für den Traditionsverein.
Historische Negativmarken rücken näher
Gegen Bayern wartet Werder Bremen bereits seit sage und schreibe 16 Heimspielen auf einen Punktgewinn. Sogar der Vereins-Negativrekord aus dem Jahr 2017, als die Mannschaft 14 Spiele in Folge ohne Sieg blieb, ist damit in greifbare Nähe gerückt. Eine katastrophale Zwischenbilanz für den Klub, der bereits die elfte Saisonpleite in Folge befürchten muss.
Dennoch versucht die Vereinsführung, der tristen Situation positive Aspekte abzugewinnen. Werder Bremens Profi-Boss Peter Niemeyer (42) zeigte sich nach dem Spiel kämpferisch: „Es war ein couragierter Auftritt. Die Mannschaft hat Haltung bewiesen. Es gilt, hart daran zu arbeiten, damit die Bälle bald nicht mehr den Außenpfosten, sondern den Innenpfosten treffen. Darauf können wir aufbauen.“
Individuelle Fehler kosten das Spiel
Der Start unter neuem Trainer Daniel Thioune (51) verlief vielversprechend, doch zwei fatale Fehler von Mittelfeldspieler Senne Lynen (26) in der 22. und 25. Minute nutzte Bayern-Stürmer Harry Kane eiskalt aus. Trotz guter Chancenverwertung der Bremer in der Folge entschied Leon Goretzka in der 70. Minute die Partie endgültig.
Thioune hatte bei seiner Weserstadion-Premiere für einige Überraschungen gesorgt:
- Topp, Malatini, Deman und Sugawara flogen nach der 0:1-Niederlage in Freiburg aus der Startelf
- Felix Agu kehrte nach viermonatiger Verletzungspause zurück
- Niklas Stark begann überraschend in der Abwehr
- Marco Grüll sollte in der Offensive die Bayern-Defensive beschäftigen
Frust bei Kapitän Friedl trotz Leistungssteigerung
Kapitän Marco Friedl (27) zeigte sich nach dem Spiel frustriert: „Im Fußball geht es darum, dass du Punkte holst und Spiele gewinnst. Da bringt es mir nichts, ob wir gut gespielt oder eine gute zweite Halbzeit gezeigt haben“, erklärte der Österreicher gegenüber „Sky“. Die Mannschaft stürzte nur deshalb nicht auf den direkten Abstiegsplatz 17, weil Konkurrent St. Pauli ebenfalls verlor (0:4 in Leverkusen).
Positiver Blick in die Zukunft
Trotz der anhaltenden Negativserie und nur 22 Saisontoren blickt Werder Bremen den kommenden Abstiegsduellen gegen St. Pauli und Heidenheim optimistisch entgegen. Peter Niemeyer betonte: „Wir müssen näher zusammenrücken und es irgendwann so sehr wollen, dass der Ball über die Linie geht. Es kommen Spieler zurück, die hohe Qualität, Intelligenz und Spielerfahrung haben. Ich glaube, dass wir den Bock umstoßen und erfolgreich sein werden.“
Die Bremer müssen nun beweisen, dass sie aus der mutigen Leistung gegen Bayern tatsächlich positive Impulse für die entscheidenden Spiele im Abstiegskampf ziehen können.



