Bayer Leverkusen steht vor dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League
Nach einem überzeugenden 2:0-Auswärtssieg im Play-off-Hinspiel bei Olympiakos Piräus hat Bayer Leverkusen eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Der deutsche Vizemeister muss am Dienstagabend (21 Uhr) nur noch die Pflichtaufgabe im heimischen Stadion bewältigen, um sich für die nächste Runde des prestigeträchtigen Europapokalwettbewerbs zu qualifizieren.
Wirtz schickt emotionale Grüße aus England
Besondere Aufmerksamkeit erregte Nationalspieler Florian Wirtz, der Leverkusen 2025 in Richtung FC Liverpool verlassen hatte. Der 22-jährige Mittelfeldspieler verfolgte das Spiel aus der Ferne und schickte während der Partie herzliche Liebesgrüße an seine ehemaligen Mannschaftskollegen. Insbesondere Doppeltorschütze Patrik Schick erhielt besondere Aufmerksamkeit von Wirtz.
In einer Instagram-Story postete Wirtz ein Foto von seinem iPad, auf dem die DAZN-Übertragung des Spiels zu sehen war. Als Schick in der 60. Minute das 1:0 für Leverkusen erzielte und von seinen Mitspielern umjubelt wurde, kommentierte Wirtz dies mit den Worten: „Vamos, @p_schicky!“ – eine herzliche Ermutigung für den tschechischen Stürmer.
Andrich fordert volle Konzentration trotz klarem Vorsprung
Kapitän Robert Andrich zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, aber nicht übermütig. Auf Nachfrage der BILD kommentierte der 31-jährige Mittelfeldspieler mit einem Grinsen Wirtz' Unterstützung: „Liverpool hatte am Abend gar nicht selbst gespielt, da sollte Flo schon bei uns zuschauen. Es wäre ja schlimm, wenn nicht…“
Trotz des komfortablen Zwei-Tore-Vorsprungs warnt Andrich vor Leichtsinn: „Es kann immer schwierig werden, wir brauchen wieder eine sehr konzentrierte Leistung. Wir halten es für besser, auf Sieg zu spielen und keine Rechenspiele zu machen.“ Der erfahrene Spieler betont damit die Notwendigkeit, auch im Rückspiel mit voller Professionalität und Fokus anzutreten.
Rolfes analysiert den taktischen Erfolg
Simon Rolfes, Sportdirektor von Bayer Leverkusen, erklärte den deutlichen Unterschied zur Niederlage vor vier Wochen in der Ligaphase. Damals hatte Leverkusen mit 0:2 bei Olympiakos verloren. „Wir haben dieses Mal schneller gespielt, das Spiel schneller unterbrochen und auch mal einen langen Ball geschlagen, um aus dem Pressing von Olympiakos zu kommen“, analysierte der 44-Jährige.
Rolfes fügte hinzu: „Im Januar haben wir sie gerade in der Anfangsphase ins Spiel kommen lassen – jetzt haben wir die meisten Phasen besser kontrolliert.“ Diese taktische Anpassung erwies sich als entscheidend für den Erfolg in Piräus.
Schick entscheidet das Spiel binnen weniger Minuten
Trainer Kasper Hjulmand gab zu, dass er sich in der ersten Halbzeit nach drei vergebenen Großchancen an die Niederlage von vor vier Wochen erinnert fühlte. Doch dann zeigte Patrik Schick seine Torjägerqualitäten: Innerhalb von nur 144 Sekunden traf der 30-jährige Stürmer zweimal und sicherte damit den wichtigen Auswärtssieg.
Diese Effizienz vor dem Tor war ein entscheidender Faktor, der Leverkusen den Sieg bescherte und die Mannschaft in eine ausgezeichnete Position für das Rückspiel brachte. Die Werkself konnte damit endlich ihre Chancen nutzen und demonstrierte ihre Qualität auf europäischer Bühne.
Die emotionale Verbindung zwischen dem ehemaligen Leverkusen-Spieler Florian Wirtz und seiner alten Mannschaft zeigt, wie stark die Bande innerhalb des Fußballs sein können – selbst über Ländergrenzen und Vereinswechsel hinweg. Während Leverkusen nun das Achtelfinale der Champions League anvisiert, bleibt Wirtz aus der Ferne ein treuer Unterstützer seiner ehemaligen Kollegen.



