Österreich ist nach 28 Jahren auf die WM-Bühne zurückgekehrt. Gegen Jordanien wollte jedoch lange Zeit wenig gelingen, ehe Marko Arnautović das Feld betrat. Der 37-jährige Stürmer, der von vielen schon abgeschrieben war, wurde zur entscheidenden Figur. Nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit drehte er die Partie und führte Österreich zu einem 2:1-Sieg. Nun stellt sich die Frage: Bekommt er bald den Feiertag, den er vom Präsidenten gefordert hatte?
Ein schwieriger Start für Österreich
Die österreichische Nationalmannschaft zeigte sich in der ersten Halbzeit gegen Jordanien ideenlos. Die Abwehr stand zwar stabil, aber im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Jordanien nutzte eine Unachtsamkeit in der österreichischen Hintermannschaft und ging in der 35. Minute durch einen Konter in Führung. Das Team von Teamchef Ralf Rangnick wirkte verunsichert und fand keine Mittel gegen die kompakt stehenden Jordanier.
Arnautović als Spielveränderer
In der 60. Minute kam Marko Arnautović ins Spiel. Sofort belebte er die Offensive mit seiner Präsenz und seinen technischen Fähigkeiten. In der 72. Minute erzielte er den Ausgleich, nachdem er eine Hereingabe von David Alaba gekonnt ins Tor lenkte. Nur zehn Minuten später legte er das Siegtor nach, diesmal per Kopf nach einer Ecke. Die österreichischen Fans feierten ihren Helden, der damit einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.
Die Feiertags-Debatte
Bereits vor dem Spiel hatte Arnautović in einem Interview scherzhaft einen Feiertag gefordert, falls Österreich die WM gewinnen sollte. Nach dem Sieg gegen Jordanien wird diese Forderung nun ernster diskutiert. Präsident Alexander Van der Bellen zeigte sich amüsiert, schloss aber einen zusätzlichen Feiertag vorerst aus. „Wir sollten erst einmal die weiteren Spiele abwarten“, sagte er. Die Debatte zeigt, wie sehr Arnautović die Herzen der Österreicher erobert hat.
Ein Blick nach vorn
Mit dem Sieg gegen Jordanien hat Österreich die ersten drei Punkte in der Gruppe gesammelt. Die nächsten Gegner heißen Brasilien und Kroatien. Sollte Österreich auch diese Hürden nehmen, könnte der Traum von einer erfolgreichen WM tatsächlich wahr werden. Arnautović, der nach dem Spiel betonte, dass er nur sein Bestes für das Team geben wolle, bleibt bescheiden. „Es sind noch viele Spiele zu spielen“, sagte er. Die Fans hoffen jedoch auf weitere magische Momente des Altstars.



