WM-Tickets auf Weiterverkaufsplattform: Preise explodieren um das Vielfache
WM-Tickets: Preise auf Weiterverkaufsplattform explodieren

Exorbitante Preise für WM-Tickets auf Weiterverkaufsplattform

Für Fußballfans wird der Besuch der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zu einer kostspieligen Angelegenheit. Auf der offiziellen Weiterverkaufsplattform der FIFA liegen die Ticketpreise für einen Großteil der Spiele deutlich über dem ursprünglichen Nennwert, teilweise um das Vielfache.

Preisbeispiele verdeutlichen die Dimensionen

Ein besonders extremes Beispiel ist das Finale: Ein Ticket der Kategorie drei wird für 143.750 US-Dollar angeboten, was dem 41-fachen des ursprünglichen Preises von 3.450 US-Dollar entspricht. Die günstigste verfügbare Final-Karte kostet immer noch 9.775 Dollar.

Für das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika werden auf der Plattform bis zu 5.234 Dollar verlangt, während diese Tickets in der Hauptverkaufsphase im Januar noch 895 Dollar kosteten. Lediglich für einige wenige Partien, wie beispielsweise das Gruppenspiel Österreich gegen Jordanien, liegen die angebotenen Preise leicht unter dem ursprünglichen Nennwert.

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Kritik von Fanvereinigungen

„Diese exorbitanten Preise überraschen mich leider nicht. Sie spiegeln wider, was wir wissen und wogegen wir kämpfen: Viele Leute kaufen, um weiterzuverkaufen“, erklärt Guillaume Aupretre, Sprecher der französischen Fanvereinigung „Irresistibles Francais“. Die leidenschaftlichen Fans würden mit unverschämten Angeboten konfrontiert, während sie es vorziehen würden, wenn die Tickets echten Fans zugute kämen, die ihre Mannschaft unterstützen wollen. Dies sei jedoch leider nicht der Fall.

Hintergrund und FIFA-Rolle

Die hohen Ticketpreise für die Weltmeisterschaft vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 sorgen bereits seit längerer Zeit für Aufregung und haben harsche Kritik von vielen Anhängern hervorgerufen. Dennoch verzeichnete die FIFA über eine halbe Milliarde Anfragen.

Über die Weiterverkaufsplattform des Weltverbandes können Fans erworbene Tickets wieder anbieten und dabei selbst die Preise festlegen. Die FIFA fungiert in diesem Prozess gegen eine Gebühr von 15 Prozent lediglich als Vermittler, ohne direkten Einfluss auf die Preisgestaltung zu nehmen.

Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen im Ticketing für Großereignisse und die Spannung zwischen kommerziellen Interessen und der Zugänglichkeit für echte Fans.

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