VfL Wolfsburg: Trainer Daniel Bauer erhält letzte Chance gegen HSV
Wolfsburg: Bauer bekommt letzte Chance gegen Hamburg

Letzte Chance für Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer

Die Trainerfrage beim VfL Wolfsburg ist vorläufig geklärt: Daniel Bauer (43) bleibt im Amt und erhält eine letzte Bewährungsprobe. Der Chefcoach, der in der gesamten Rückrunde kein einziges Bundesliga-Spiel gewinnen konnte, darf die Niedersachsen am kommenden Samstag gegen den Hamburger SV betreuen. Diese Partie wurde intern zum ultimativen Job-Endspiel erklärt.

Katastrophale Bilanz in der Rückrunde

Die Situation beim VfL Wolfsburg ist dramatisch. Nach der 0:5-Klatsche beim VfB Stuttgart – bereits die fünfte Niederlage aus den vergangenen sechs Spielen – rutschte der Verein auf einen direkten Abstiegsplatz. Aktuell liegen die Wolfsburger mit zwei Punkten Rückstand hinter Werder Bremen und dem rettenden Relegationsrang. Viele Experten hatten nach dieser desaströsen Serie mit einem sofortigen Trainerwechsel gerechnet.

Doch am Montag sprach Bauer vor dem Ersatztraining zur Mannschaft – nicht um seinen Abschied anzukündigen, sondern um den anstehenden Gegner aus Hamburg zu thematisieren. Die Trainingseinheit leiteten anschließend seine Assistenten Julian Klamt (36) und Tobias Holm (36), während Bauer selbst weiterhin präsent blieb.

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Wackel-Boss Christiansen setzt sich durch

Nach Informationen der BILD-Zeitung kämpfte ausgerechnet der selbst unter Druck stehende Sportgeschäftsführer Peter Christiansen (51) für eine weitere Chance für Bauer. Der Däne setzte sich intern durch und ermöglichte dem Trainer damit ein weiteres Job-Endspiel gegen den HSV. Das Motto ist klar: Siegen oder fliegen.

Doch unabhängig vom Ausgang des Bauer-Duells wird Christiansen selbst keine lange Zukunft mehr beim VfL Wolfsburg haben. Im April soll eine umfassende Analyse seiner gesamten Arbeit seit Amtsübernahme im Sommer 2024 erfolgen – und diese dürfte vernichtend ausfallen.

Desaströse Bilanz des Sportchefs

Christiansen kam mit dem Auftrag, den Krisenklub zu stabilisieren und zurück ins internationale Geschäft zu führen. Stattdessen verschlechterte sich die Situation kontinuierlich. Unter seiner Ägide wurden bereits zwei Trainer (Ralph Hasenhüttl und Paul Simonis) sowie Sportdirektor Sebastian Schindzielorz ausgetauscht – alles ohne nachhaltigen Erfolg.

Hinzu kommt der miserabel zusammengestellte Kader, der deutlich Christiansens Handschrift trägt. Als Geschäftsführer Sport hat er die Macht, Transfers zu verhindern oder abzunicken – eine Verantwortung, die ihm nun zum Verhängnis werden könnte.

Die kommenden Tage werden entscheidend sein für die Zukunft des VfL Wolfsburg. Während Daniel Bauer um seinen Job kämpft, steht auch Peter Christiansen vor dem beruflichen Aus. Ein Sieg gegen den HSV könnte kurzfristig Luft verschaffen, doch die strukturellen Probleme des Vereins bleiben bestehen und erfordern grundlegende Veränderungen.

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