Wolfsburgs Selbstzerfleischung: Trainer Bauer kritisiert 'schülerhaftes' Verhalten nach Pleite
Wolfsburg zerfleischt sich selbst: Trainer kritisiert Verhalten

Wolfsburgs Selbstzerfleischung nach bitterer Niederlage gegen Augsburg

Die Krise beim VfL Wolfsburg nimmt dramatische Ausmaße an. Nach einer 2:3-Niederlage im Kellerduell gegen den FC Augsburg, bei dem ausgerechnet Ex-Wolfsburger Elvis Rexhbecaj das entscheidende Tor erzielte, reißt der Bundesligist die internen Gräben weiter auf. Die Mannschaft befindet sich in einer Abwärtsspirale, die immer bedrohlichere Züge annimmt.

Trainer Bauer spricht von 'schülerhaftem' Verhalten

Cheftrainer Daniel Bauer (43), der in der Rückrunde noch sieglos geblieben ist, übt scharfe Kritik an seinen Spielern. „Wir verhalten uns zum Teil wie eine Schülermannschaft“, sagt der Trainer und erklärt die Defizite: „Intensität, Zweikampfhärte, auch mal ein Foul im richtigen Moment zu spielen. Dazu sind wir im Moment nicht in der Lage.“ Bauer macht deutlich, dass es nicht am fehlenden Willen liege, sondern an mentalen Blockaden und fehlender Durchsetzungskraft.

Spieler stellen eigene Qualität infrage

Vize-Kapitän Yannick Gerhardt (31) schließt sich der Kritik an und stellt sogar die Qualität der Mannschaft infrage. „Am Ende muss man natürlich die Qualität infrage stellen, wenn wir als Spieler es nicht schaffen, in dieser Saison alles auf den Platz zu bringen“, so der Mittelfeldspieler. Jeder einzelne Spieler müsse sich hinterfragen, denn die Leistungen entsprechen bei weitem nicht den Erwartungen an hochbezahlte Profis.

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Strukturelle Probleme und falscher Kaderaufbau

Besonders dramatisch ist die Erkenntnis, dass einige Spieler den Ernst der Lage auch nach 23 Spieltagen noch nicht erkannt haben. Bauer benennt ein grundlegendes Problem: „Von den Spieler-Charakteren her fehlen uns vielleicht zwei, drei eklige Spieler, positiv eklig“. Die Mannschaft sei zu lieb und zu naiv, was in der Bundesliga nicht ausreiche. Während das Saisonziel die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb war, kämpft Wolfsburg nun gegen die Abstiegsangst.

Hoffnung schwindet, aber gibt es noch einen Strohhalm?

Auf die Frage nach der Hoffnung auf den Klassenerhalt antwortet Bauer mit der Phrase „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Gerhardt versucht, wenigstens einen kleinen Lichtblick zu finden: „Das einzige, was Mut macht, ist, dass wir es teilweise zeigen, dass wir es besser können“. Die Mannschaft müsse sich an jeden Strohhalm klammern und etwas Positives suchen, sonst könne man sich direkt aufgeben. Doch die Realität sieht düster aus, und die Zeit wird knapp.

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