VfL Wolfsburg stürzt weiter ab: Trainer Daniel Bauer nach HSV-Niederlage vor dem Rauswurf
Wolfsburgs Abstiegskampf: Trainer Bauer nach HSV-Pleite vor dem Aus

VfL Wolfsburg stürzt weiter in die Krise: Trainer Daniel Bauer nach erneuter Niederlage vor dem Rauswurf

Die Krise beim VfL Wolfsburg nimmt dramatische Ausmaße an. Nach einer weiteren enttäuschenden Niederlage mit 1:2 gegen den Aufsteiger Hamburger SV steht Trainer Daniel Bauer unmittelbar vor der Entlassung. Die sechste Pleite in den vergangenen sieben Bundesliga-Spielen dürfte für den 43-jährigen Coach das endgültige Aus bedeuten.

Bauers letztes Aufgebot scheitert kläglich

Obwohl die Wolfsburger Führung um den umstrittenen Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen Bauer nach dem desaströsen 0:4 beim VfB Stuttgart überraschend noch einmal das Vertrauen ausgesprochen hatte, konnte der Trainer die Wende nicht einleiten. Vor dem Spiel hatte Bauer die Fans um Unterstützung gebeten – und tatsächlich erschienen mehr als 2.500 Zuschauer zum Abschlusstraining, eine für Wolfsburger Verhältnisse beeindruckende Anzahl.

In der Volkswagen Arena entwickelte sich eine emotional geladene Atmosphäre, die an ein echtes Abstiegsendspiel erinnerte. Rund 10.000 HSV-Fans waren angereist, doch die Wolfsburger Anhänger hielten lautstark dagegen und pushten ihr Team von Beginn an.

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Drei Elfmeter entscheiden die Partie

Die Wolfsburger begannen tatsächlich couragiert und bestimmten anfangs das Spiel. Nach etwas mehr als 20 Minuten brachte Christian Eriksen die Gastgeber durch einen verwandelten Foulelfmeter verdient in Führung. Bauer hatte sein Team auf fünf Positionen verändert und mit Jonas Adjetey und Jesper Lindström zwei Debütanten in die Startelf gestellt.

Doch der HSV glich noch vor der Pause ebenfalls per Elfmeter durch Luka Vuskovic aus. Der schwache Schuss hätte eigentlich von Torwart Kamil Grabara gehalten werden müssen, doch der Wolfsburger Keeper hatte kein Glück. Dieser Gegentreffer hinterließ deutliche Spuren bei den Niedersachsen.

HSV dreht das Spiel und macht großen Schritt Richtung Klassenerhalt

Nach der Pause übernahm der HSV das Kommando und ging in der 58. Minute durch einen weiteren Strafstoß von Jean-Luc Dompé in Führung. Adjetey hatte bei einer Ecke so lange an Vuskovic gezogen, dass Schiedsrichter Florian Exner auf Elfmeter entscheiden musste.

Der Rückstand wirkte auf die Wolfsburger wie ein Schock. In der Folgezeit lief kaum noch etwas zusammen, und Bauer verfolgte seine wohl letzten Minuten als VfL-Coach konsterniert an der Seitenlinie. Nach dem Schlusspfiff kam es zu Tumulten zwischen den Spielern auf dem Rasen, und im Wolfsburger Fanblock wurde Pyrotechnik gezündet.

Hecking als möglicher Nachfolger im Gespräch

In der Volkswagen Arena fiel während des Spiels immer wieder der Name von Dieter Hecking als möglichem Nachfolger. Hecking hatte mit dem VfL 2015 den DFB-Pokal gewonnen und war zuletzt im September 2025 beim VfL Bochum entlassen worden. Für den HSV bedeutet der Sieg in Wolfsburg dagegen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Die Hamburger liegen nun neun Punkte vor dem Tabellen-17. aus Wolfsburg, das immer tiefer in den Abstiegskampf rutscht. Bauer, der im November 2025 die Nachfolge von Paul Simonis angetreten und kurz vor Weihnachten zum Cheftrainer befördert worden war, scheint seine letzte Chance vertan zu haben.

Die Wolfsburger Bosse stehen nun unter enormem Druck, eine schnelle Lösung zu finden, um den drohenden Abstieg in die Zweite Liga noch abzuwenden. Die kommenden Tage werden zeigen, wer die Verantwortung für den kriselnden Bundesligisten übernehmen wird.

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