Wollitz über Cottbuser Erfolgsgeheimnisse: „Nicht mal Schweine auf unserem Trainingsplatz“
Wollitz: Erfolgsgeheimnisse von Energie Cottbus enthüllt

Energie Cottbus auf Aufstiegskurs: Trainer Wollitz lüftet die Erfolgsgeheimnisse

Das Lausitzer Fußballmärchen nimmt weiter Gestalt an! Energie Cottbus verteidigte mit einem 2:1-Auswärtssieg in Aue souverän die Tabellenführung in der 3. Liga und bleibt im Jahr 2026 weiterhin ungeschlagen. Der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga wird für die Brandenburger immer greifbarer. Nach dem Derby-Erfolg plauderte Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) offen über die überraschenden Faktoren, die sein Team so stark machen.

Schwierige Bedingungen als Erfolgsfaktor

„Wenn man das Feld sieht, auf dem wir trainieren, das ist ja gar kein Platz mehr“, wetterte der erfahrene Coach in seiner unverwechselbaren Art. „Ich würde da nicht mal die Schweine drauflassen, aber die Jungs arbeiten, malochen und keiner meckert.“ Besonders beeindruckt zeigt sich Wollitz von der Einstellung seiner Spieler: „Ein Tolga Cigerci, der bei Galatasaray Istanbul und alles gespielt hat, nimmt die Bedingungen an. Dann kommt die Belohnung. Aber das liegt an der Einstellung der Truppe, das habe ich der Mannschaft auch gesagt.“

Intensives Training zahlt sich aus

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist für Wollitz die Trainingsarbeit. „Wir legen sehr viel Wert aufs Training. Seitdem wir die Intensität dort höher gefahren haben, kriegen wir auch den Ertrag“, erklärt der Trainer. Diese gesteigerte Power zeigt sich besonders in den Schlussphasen der Spiele: „Wir haben die Woche zuvor in der 97. Minute gegen Waldhof Mannheim das entscheidende Tor geschossen, auch wenn es nicht gezählt hat. Man stelle sich mal vor, die zwei Punkte wären auch noch dabei.“ Die Mannschaft kann demnach in entscheidenden Momenten zusätzliche Kraftreserven mobilisieren.

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Individuelle Entwicklung der Spieler

Besonders stolz ist Wollitz auf die Fortschritte einzelner Akteure. Am Beispiel von Siegtorschütze Axel Borgmann (31) macht der Coach die positive Entwicklung fest: „Ich habe gesagt, gewisse Spieler sollten zulegen. Und das sieht man, wenn man auf Axel Borgmann als Beispiel schaut. Viele haben in der Hinrunde gemeint, er ist gut. Ich habe gesagt, ein Spieler auf dieser Position kann für mich mehr bringen.“ Der Kapitän und linke Mittelfeldspieler war an drei Toren in den letzten fünf Partien beteiligt und bestätigt damit die Einschätzung seines Trainers.

Gelassenheit und Fokus auf das Wesentliche

Anders als im Vorjahr wirkt Wollitz selbst entspannter und moderierter. „Es bringt nichts, sich verrückt machen zu lassen. Wir sind sehr gefestigt, sehr stabil. Dazu ist der Verein innen auch im Moment sehr stark und so tritt die Mannschaft auch auf“, betont der Trainer. Gleichzeitig bleibt er realistisch: „Wer es bis heute nicht verstanden hat: In dieser Liga ist die Sieg-Chance in jedem Spiel 50:50. Wer glaubt, dass Cottbus jetzt den ersten Platz halten muss, der soll es machen. Wichtig ist, dass wir bei uns bleiben und alles dafür tun.“

Historische Parallelen und aktuelle Stärke

Vor genau einem Jahr lag Energie Cottbus nach 25 Spieltagen ebenfalls mit 48 Punkten auf dem ersten Platz. Damals machte sich die Mannschaft jedoch zunehmend nervös, da der Aufstieg als historische Chance wahrgenommen wurde. Heute präsentiert sich das Team gelassener und fokussierter. Der Kader wurde im Winter verstärkt, die Konzentration auf das Hier und Jetzt scheint größer denn je. Dennoch weiß Wollitz: „Nur muss das Aufstiegsrennen trotzdem erst bis zum Ende durchgezogen werden.“ Die Brandenburger haben alle Voraussetzungen geschaffen, um das Lausitzer Fußballmärchen wahr werden zu lassen.

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