Fast 20.000 Flugkilometer: Yamada-Mama bringt Preußen Glück
Mutterliebe kennt keine Grenzen – das bewies am Sonntag ein bewegender Moment beim 2:1-Sieg von Preußen Münster bei Eintracht Braunschweig in der 2. Liga. Für den wichtigen Auswärtssieg der „Adlerträger“ reiste eine besondere Anhängerin fast von der anderen Seite der Welt an: die Mutter von Shin Yamada.
Ein Marathonflug für 90 Minuten Fußball
Kaum zu glauben, aber wahr: Yamadas Mutter flog eigens aus ihrer Heimat Japan ein, um ihren Sohn live im Stadion zu erleben. Die Reise umfasste knapp 10.000 Flugkilometer und 12 Flugstunden von Yokohama nach Frankfurt, gefolgt von einer dreistündigen Bahnfahrt nach Braunschweig. Nach Spielende trat sie sofort den Rückweg an – ohne Übernachtung. Shin Yamada, der seit der Rückrunde als Leihgabe von Celtic Glasgow für Preußen spielt, zeigte sich gerührt: „Es hat mich sehr glücklich gestimmt, dass meine Mutter da war. Ich bin froh, dass wir ihr diesen Sieg schenken konnten.“
Frischer Schwung vom Japan-Stürmer
In der 62. Minute für Marvin Schulz eingewechselt, sorgte Yamada für frischen Schwung im Spiel. Der 25-jährige Japaner klammerte schwierige Bälle fest, brachte Entlastung und zeigte seinen bislang besten Auftritt. Chefcoach Alexander Ende lobte: „Shin hat's richtig gut gemacht und unser Spiel spürbar belebt.“ Ob die Anwesenheit seiner Mutter zusätzlich motivierte? Yamada bestätigte den emotionalen Boost.
Akzeptanz und Integration in Münster
Trotz Sprachbarrieren – Yamada spricht kein Deutsch, nur gebrochen Englisch und kommuniziert im Training über Simultan-Kopfhörer – findet er sich langsam in seiner westfälischen Wahlheimat zurecht. Sportdirektor Jan Uphues betonte: „Wir sind nach wie vor von Shin überzeugt. Wie wichtig er für uns sein kann, hat er in Braunschweig gezeigt.“ Der Mittelfeld-Allrounder, der ein A-Länderspiel bestritt, wird vom Team voll akzeptiert und rückt immer näher an die Startelf heran.
Podcast-Einblick und Teamdynamik
Parallel dazu gewährt Marvin Schulz im Podcast „Preußen Privat“ Einblicke in seine Karriere und Privatleben. Der Mittelfeld-Allrounder, der sich lange mit Verletzungen plagte, spricht über seine Ziele mit den Preußen und verrät ein süßes Geheimnis. Dies unterstreicht die positive Teamdynamik, die auch Yamada zugutekommt.
Der Sieg in Braunschweig markiert einen wichtigen Schritt für Preußen Münster in der 2. Liga, beflügelt von einer Mutterliebe, die Kontinente überwindet. Yamadas Engagement und die Unterstützung seiner Familie könnten in der kommenden Saison noch mehr Glück bringen.



