Die Freude über das Erreichen des Final4 in der Champions League währte nur kurz. Schon am Sonntag müssen die Füchse Berlin beim THW Kiel ran – ein Sieg ist Pflicht, um auch in der nächsten Saison in der Königsklasse vertreten zu sein.
Kraftakt in der Champions League
Erst vor vier Tagen hatten die Füchse gegen Veszprém HC einen Kraftakt hingelegt und sich für das Final4 qualifiziert. Nun wartet der deutsche Rekordmeister THW Kiel auf die Berliner. „Es gibt keine einfachen Aufgaben momentan“, sagte Welthandballer Mathias Gidsel. Im Kampf um einen Champions-League-Platz müssen die Berliner unbedingt gewinnen. Punktverluste könnten fatal sein.
Druck auf den Füchsen
„Wir haben den Druck, weil wir die Nummer zwei sein wollen. Und Flensburg gewinnt, gewinnt, gewinnt. Deshalb müssen wir auch gewinnen“, sagte Trainer Nicolej Krickau. Es gelte, nach dem emotionalen Highlight in der Königsklasse schnell wieder den Fokus auf die Handball-Bundesliga zu legen. „Wir sind geübt darin, nach solchen Emotionen wieder weiterzuschalten – ob bei Erfolgen oder Niederlagen“, gibt sich Krickau optimistisch.
Schwächelnder THW besonders gefährlich
Kiel steckt in einer ähnlichen Situation. Wie die Füchse in der Champions League hat auch Kiel unter der Woche sein Viertelfinalduell in der European League im Siebenmeterwerfen gewonnen. „Die hatten von den Emotionen das total gleiche Erlebnis“, sagte Krickau. Obwohl der THW in den letzten Wochen schwächelte und in der Liga kaum noch eine Chance auf einen Champions-League-Platz hat, wird die Aufgabe nicht einfacher. „Angeschlagene Boxer sind besonders gefährlich. Da werden wir nichts geschenkt bekommen“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning. Für Krickau könnte Kiel jetzt sogar „ein bisschen frei aufspielen“, da sie keinen Druck mehr in der Liga hätten. „Und vielleicht sind sie jetzt zuhause der Underdog. Das ist immer gefährlich“, so Krickau weiter.



