Handball-Bundesliga: Fehlende Unterschrift kostet Rhein-Neckar Löwen wohl den Sieg
Fehlende Unterschrift kostet Handball-Klub den Sieg

Formeller Fehler in der Handball-Bundesliga: Unterschriftsmangel gefährdet Sieg

Ein eklatanter formeller Verstoß könnte in der Daikin Handball-Bundesliga für erhebliche Verwerfungen sorgen. Die Rhein-Neckar Löwen gewannen am Wochenende zwar mit 32:30 gegen den TBV Lemgo Lippe, doch dieser Sieg steht nun auf der Kippe. Grund ist eine fehlende Unterschrift unter der Anti-Doping-Schiedsvereinbarung beim Mannheimer Nachwuchsspieler Adam Jozsa.

Präzedenzfall aus der 2. Liga zeigt Konsequenzen

Bereits in der 2. Bundesliga gab es einen vergleichbaren Fall, der als Warnung dienen sollte. Der TV 05/07 Hüttenberg hatte gegen TuSEM Essen mit 37:34 gewonnen, musste den Sieg jedoch nachträglich abgeben. Auch hier war die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung nicht ordnungsgemäß unterschrieben worden, konkret beim Spieler Julius Gümbel. Dieser Präzedenzfall lässt nun Schlimmes für die Rhein-Neckar Löwen befürchten.

Nach Informationen von SPORT BILD will sich die Handball-Bundesliga (HBL) noch am Dienstag zu diesem neuen Vorfall äußern. Zunächst wird jedoch eine Stellungnahme der betroffenen Mannschaft aus Mannheim abgewartet. Die neue Vereinbarung der HBL, die seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt, regelt unter anderem, dass alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit Anti-Doping-Bestimmungen unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges durch das Deutsche Sportschiedsgericht entschieden werden.

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Klare Regeln in der HBL-Spielordnung

In der offiziellen Spielordnung der HBL steht eindeutig: „Die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb setzt die vom jeweiligen Spieler unterschriebene Schiedsvereinbarung voraus.“ Diese Regelung gilt ausdrücklich auch für nichtvertraglich gebundene Spieler und Jugendliche mit Erwachsenenspielrecht. Sie sind verpflichtet, vor ihrem ersten Einsatz die unterschriebene Vereinbarung zur Verfügung zu stellen.

Für die Rhein-Neckar Löwen wäre ein Punktabzug im dicht gedrängten Mittelfeld der Tabelle zwar ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend. Ganz anders sieht die Situation für den TBV Lemgo Lippe aus. Der Klub aus Ostwestfalen rangiert aktuell auf Platz 5 und könnte durch einen zugesprochenen Sieg seine Chancen auf die begehrten Champions-League-Plätze deutlich verbessern. Nach Abzug eventueller Minuspunkte läge Lemgo dann nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenzweiten Füchse Berlin.

Der ungarische Nachwuchs-Nationalspieler Adam Jozsa, der im Zentrum des Formfehlers steht, ist erst 17 Jahre alt und steht bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag. Sein Fall zeigt, wie wichtig die Einhaltung formaler Vorgaben im professionellen Sport ist – selbst wenn es sich um junge Talente handelt.

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