Fortuna-Torwart Hoefs glänzt als Torjäger: Fünf Tore gegen Bad Doberan
Die Handballer des SV Fortuna 50 Neubrandenburg haben im vorletzten Heimspiel der Saison einen beeindruckenden 34:21-Erfolg gegen den Doberaner SV eingefahren. Vor knapp 250 Zuschauern in der Webasto-Arena ließen die Gastgeber nach einem holprigen Beginn nichts anbrennen und siegten in der Höhe mehr als verdient. Die Gäste aus Bad Doberan reisten ersatzgeschwächt an und konnten dem starken Auftritt der Fortuna-Mannschaft wenig entgegensetzen.
Schlüssel zum Erfolg: Verteidigung und Offensive
Fortuna-Coach Jörn Schläger zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute, dass wir auch das von Doberan häufig praktizierte Sieben-gegen-Sechs im Angriff sehr gut verteidigt haben. Kompliment an die Mannschaft, die es aber nicht nur in der Deckung, sondern auch in der Offensive richtig gut gemacht hat“, sagte Schläger. Diese taktische Disziplin ermöglichte es den Neubrandenburgern, das Spiel früh zu kontrollieren und entscheidende Vorteile herauszuspielen.
Philip Hoefs: Torhüter und Torjäger in Personalunion
Mann des Spiels war eindeutig Torhüter Philip Hoefs. Der Fortuna-Schlussmann überraschte nicht nur mit seiner gewohnt soliden Leistung im Tor, sondern glänzte auch als Torjäger mit fünf Treffern. „Ich habe noch nie in einem Spiel fünf Tore geworfen. Danke an meine Teamkollegen, die das Sieben-gegen-Sechs so gut verteidigt haben, dadurch hatte ich halt immer wieder die Möglichkeit ins leere Tor zu werfen“, kommentierte Hoefs selbst überrascht seine ungewöhnliche Ausbeute. Mit einer hundertprozentigen Wurfquote nutzte er die Chancen eiskalt und wurde nach Maart Heering sogar zweitbester Werfer seiner Mannschaft.
Spielverlauf: Frühe Entscheidung und konsequente Führung
Die Entscheidung fiel bereits früh im Spiel. Die Gäste aus Doberan hielten lediglich bis zur 10. Minute mit einem 3:3 mit, bevor Fortuna die Kontrolle übernahm. Doberan setzte über die gesamten 60 Minuten taktisch auf einen siebten Feldspieler, indem der Torhüter stets herausgenommen wurde. Dieser Zug ging jedoch nicht auf und spielte den Neubrandenburgern in die Hände. Mitte der ersten Hälfte baute Fortuna eine komfortable Führung aus und ging mit 14:9 in die Pause. Auch in der zweiten Halbzeit änderte Doberan nichts an seiner erfolglosen Taktik, sodass die Mannen um Kapitän Marcus Deutsch, der ebenfalls zweimal ins leere Tor traf, leichtes Spiel hatten. Spätestens beim 20:10 nach knapp 40 Minuten war die Vorentscheidung gefallen.
Fortuna-Aufstellung und Torschützen
Die erfolgreiche Fortuna-Mannschaft setzte sich aus folgenden Spielern zusammen:
- Schröter
- Maltzahn
- Hoefs (5 Tore)
- Pillath
- Deutsch (5 Tore)
- Gutjahr (3 Tore)
- Gruhn
- Wolski (1 Tor)
- Stefanicki (5 Tore)
- Heustreu (1 Tor)
- Chlabicz (3 Tore)
- Heering (6 Tore)
- Gmerek (3 Tore)



