Fortunas Handballnachwuchs feiert ersten Sieg in der Bundesliga-Meisterrunde
Mit einem beeindruckenden Auftritt haben die A-Juniorinnen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg in der Bundesliga-Meisterrunde ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Vor 120 Zuschauern in der Webasto-Arena deklassierten die Vier-Tore-Städterinnen den VfL Oldenburg mit einem klaren 40:27 (19:15) und bewahrten damit zumindest rechnerisch die Chance auf das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft.
Ein saustarkes Spiel mit früher Führung
Obwohl die Gastgeberinnen keinen optimalen Start erwischten und früh mit 0:2 zurücklagen, übernahmen sie schnell das Kommando und drehten die Partie in eine 5:2-Führung. Gegen die von Ex-Fortuna-Coach Torsten Feickert trainierten Oldenburgerinnen gaben die Neubrandenburgerinnen die Führung anschließend nicht mehr ab. Bereits nach zwölf Minuten stand es 12:6, und zur Pause führten sie mit 19:15 – ein Vorsprung, der angesichts einiger technischer Fehler im Angriff sogar noch höher hätte ausfallen können.
Stabile Defensive und starke Torhüterleistungen
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel temporeich, doch die Gäste aus Niedersachsen fanden trotz taktischer Varianten keine Antwort auf die überzeugende Fortuna. Gestützt auf eine stabile Defensive und starke Torhüterleistungen von Emma Skierke und Svea Schalk setzte sich das Team Tor um Tor ab. Spätestens mit dem Treffer von Top-Torschützin Olivia Schwarz zum 29:19 in der 43. Minute war die Entscheidung gefallen.
Frenetischer Jubel zum Schluss
In der Schlussphase ging es nur noch um die Frage, ob die Gastgeberinnen die 40-Tore-Marke knacken würden. Zwei Sekunden vor dem Abpfiff sorgte Linkshänderin Tamina Kugler, unter frenetischem Jubel von der Bank, für den 40. Treffer. „Wir haben heute als Team gezeigt, was wir draufhaben. Das war eine super Leistung von uns allen“, kommentierte Kreisläuferin Jet Abrahams.
Trainer Butzlaff mit gemischten Gefühlen
Fortuna-Trainer Kay Butzlaff resümierte: „Das war ein saustarkes Spiel von uns. Es hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn wir nahezu in Bestbesetzung antreten.“ Mit Blick auf die Tabelle äußerte er jedoch Wehmut: „Ohne überheblich zu klingen: Das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft wäre drin gewesen, wenn wir häufiger komplett gewesen wären.“ Drei Spiele vor Schluss beträgt der Rückstand auf Rang vier, der für das Viertelfinale berechtigt, fünf Punkte.
Der klare Erfolg gegen Oldenburg bleibt ein starkes Signal für den Fortuna-Nachwuchs, auch wenn er im Kampf um das Viertelfinale wohl nur noch ein kleiner Strohhalm ist. Die Mannschaft zeigte mit dieser Leistung ihr volles Potenzial und bewies, dass sie in der Bundesliga-Meisterrunde durchaus mithalten kann.



