Jubel in Stavenhagen: Handballerinnen sichern Klassenerhalt vorzeitig
Die Handballerinnen des Stavenhagener SV werden auch in der kommenden Saison in der Regionalliga antreten. Mit einem knappen 32:31-Sieg im spannenden MV-Derby gegen den SV Grün-Weiß Schwerin II hat der SSV zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Damit kann der Verein nun sogar noch den dritten Platz in der Tabelle anstreben.
Trainer lobt außergewöhnliche Mannschaftsleistung
Trainer Torsten Richter zeigte sich nach dem Spiel überwältigt von der Leistung seiner Spielerinnen: „Was diese Mannschaft mit so einem kleinen Kader über die gesamte Saison geleistet hat, davon kann ich nur den Hut ziehen. Das ist wirklich unglaublich“, sagte der Trainer. Er fügte hinzu: „Daran war im August noch nicht zu denken, und jetzt können wir sogar unsere erfolgreichste Saison seit Jahren spielen.“
Die bisher beste Platzierung des SSV in der viertklassigen Regionalliga war Rang sechs in der Premierensaison 2022/23. Aktuell belegt der Verein den vierten Platz und ist punktgleich mit Preussen Berlin auf Position drei. In den verbleibenden beiden Spielen empfängt Stavenhagen noch Stralsund und reist zu Fortuna Neubrandenburg.
Spannendes Derby mit dramatischem Finale
Das Duell gegen die Drittliga-Reserve aus Schwerin entwickelte sich zu einem echten Krimi. Nur 55 Sekunden vor Schluss erzielte Pauline Engfer, die überragende Spielerin des Abends, mit einem frechen Heber aus unmöglichem Winkel das entscheidende Tor zum 32:31. „Wir haben Schwerin immer wieder herankommen lassen, weil wir selbst zu viele Chancen liegen gelassen haben“, analysierte Richter. „Aber Schwerin hat eben auch eine gute Mannschaft, die sich nicht einfach geschlagen gibt.“
Besonders eindrucksvoll war die Phase kurz nach der Halbzeitpause, als der SSV das Tempo deutlich erhöhte und mit 24:17 in Führung ging. Doch die Gäste um Jette Lojewski, die mit neun Treffern beste Schützin der Schwerinerinnen war, gaben nicht auf. Eineinhalb Minuten vor Schluss stand es plötzlich unentschieden bei 31:31. Trainer Richter nahm sofort eine Auszeit, um seine Mannschaft neu zu ordnen. Nur 20 Sekunden später gelang Pauline Engfer dann das schönste und zugleich entscheidende Tor des Spiels.
Richter: „Die richtige Mannschaft hat gewonnen“
„Unser Sieg ist absolut verdient, weil wir dieses Derby genau so gespielt haben, wie man ein Derby spielen muss“, betonte Torsten Richter nach dem Spiel. „Am Ende hat die richtige Mannschaft gewonnen, und darauf können alle stolz sein.“ Besonders hervor hob der Trainer die Leistungen von Pauline Engfer, Pauline Schuck und Johanna Liebich.
Für Stavenhagen spielten im entscheidenden Spiel:
- Brandt
- Fink
- Johanna Liebich (13 Tore)
- Schischke
- Pohl
- Jonassen (2 Tore)
- Lichtwald
- Pauline Engfer (8 Tore)
- Döbler
- Kaur (1 Tor)
- Sandberg (2 Tore)
- Pauline Schuck (6 Tore)
Der Stavenhagener SV hat damit nicht nur den Klassenerhalt gesichert, sondern positioniert sich auch für eine mögliche Verbesserung der bisherigen Bestplatzierung. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch unter Druck bestehen kann und mit Teamgeist und Einsatzbereitschaft erfolgreich ist.



