Mecklenburger Stiere erleiden enttäuschende Heimpleite gegen Lübbenau
Die Handballer der Mecklenburger Stiere haben in der Regionalliga Ostsee-Spree eine bittere Heimniederlage hinnehmen müssen. Vor heimischer Kulisse in der gut besetzten Halle an der Hamburger Straße unterlagen die Schweriner der TSG Lübbenau mit 36:39 (14:19). Es war bereits die zweite Heimpleite der laufenden Saison für das Team aus der Landeshauptstadt.
Enttäuschung bei Fans und Team nach schwacher Leistung
Die Fans der Mecklenburger Stiere hatten sich den Heimauftritt gegen den mitten im Abstiegskampf stehenden Gegner aus Lübbenau deutlich anders vorgestellt. Coach Michael Gutsche zeigte sich nach der Partie alles andere als zufrieden und analysierte: „Bis auf das 29:28 über den Zweiten LHC Cottbus war das leider ein Spiegelbild der letzten Begegnungen.“ Die Niederlage bedeutet für die Stiere auf Rang fünf nun nur noch einen Punkt Vorsprung gegenüber dem HC Empor Rostock II mit 28:16.
Schwache erste Halbzeit besiegelt das Schicksal
Bereits die Anfangsphase machte deutlich, dass die Spreewälder mit voller Entschlossenheit auf den Auswärtssieg aus waren. Erst in der 12. Minute stand mit 8:7 und eine Minute später mit 9:8 kurzzeitig eine Führung für die Gastgeber an der Anzeigetafel. Doch das war es dann auch schon. Selbst eine Auszeit beim 10:12 in der 17. Minute brachte keine spürbare Besserung. Lübbenau zog kontinuierlich davon und baute die Führung auf 14:10 (21. Minute), 16:12 (25. Minute) und nach dem Seitenwechsel sogar auf 20:14 (31. Minute) aus.
Gutsche erklärte die Probleme: „Wir haben es in der Abwehr nicht geschafft, zusammenzuarbeiten und machten auch im Vorwärtsgang Fehler. Die Partie haben wir in der ersten Halbzeit in den Sand gesetzt. Erst nach dem Wechsel fanden wir im Angriff Lösungen gegen den kompakten Riegel des Gegners.“
Aufholjagd bleibt ohne Happy End
In der zweiten Halbzeit zeigten die Stiere zumindest Ansätze einer Reaktion und kamen auf 26:27 (46. Minute) heran. Doch jedes Mal, wenn die Schweriner auf Tuchfühlung gingen – wie auch in der 56. Minute beim 34:35 – unterliefen ihnen individuelle Fehler. Das nötige Quäntchen Glück fehlte ebenfalls, wie Gutsche bedauernd feststellte. Trotz einer starken individuellen Leistung von Malte Runge, der insgesamt 14 Tore erzielte – darunter sieben Siebenmeter – konnte die Heimschlappe nicht verhindert werden.
Die weiteren Torschützen für die Mecklenburger Stiere waren:
- Kortstegge mit 6 Treffern
- Lesniak und Schwaß mit jeweils 4 Toren
- Ivanytsia mit 3 Treffern
- Wagner mit 2 Toren
- Wolf, Lübbert und Müller mit jeweils 1 Tor
Im Tor standen Raatz und Sarrach für die enttäuschten Schweriner, die nun in der Tabelle unter Druck geraten sind.



